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Ein Nebenjob mit Anspruch: Wer sich als Werkstudent ins Zeug legt, kann im Berufsleben oft schneller durchstarten

Wer sich als Werkstudent ins Zeug legt, kann im Berufsleben oft schneller durchstarten

Wer als Student schon im zukünftigen Berufsfeld arbeitet, kann früh wertvolle Kontakte knüpfen Bild: FS-Stock / iStock

Werkstudenten können die Theorie aus Seminar und Vorlesung gleich praktisch ausprobieren – und haben es dadurch später leichter beim Berufseinstieg. Denn anders als bei einem regulären Nebentätigkeit geht es nicht nur darum, den Lebensunterhalt zu verdienen. Werkstudenten arbeiten meist mehr als nur ein paar Stunden pro Woche – und vor allem in einem Job, der inhaltlich etwas mit ihrem Studienfach zu tun hat. Für den anspruchsvollen Nebenjob gibt es allerdings ein paar Regeln. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu im Überblick.

Jedem Student sein Nebenjob?

Die Arbeit sollte möglichst nah am Studienfach liegen, empfi ehlt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk in Berlin. Im Idealfall können die Studenten so bereits wertvolle Kontakte knüpfen, die im späteren Berufsleben hilfreich sind. „In einem Bewerbungsgespräch können Unternehmen einen zukünftigen Mitarbeiter nie so gut kennenlernen, als wenn er einige Zeit im Unternehmen gearbeitet hat“, sagt Benjamin Roos, Gründer des Personaldienstleisters Studitemps.

"Die Arbeit sollte möglichst nah am Studienfach liegen"

Und was, wenn das nicht klappt?

Das kann passieren: Vielleicht bietet das gewünschte Unternehmen keine Jobs am eigenen Wohnort an. Oder der Student will sich berufl ich noch nicht festlegen. Doch auch dann lohnt sich der Arbeitseinsatz, sagt Roos: Werkstudenten lernen zum Beispiel, ihre Zeit zwischen Studium und Job gut zu managen. „Und sie sind zumindest aus meiner Erfahrung sehr viel eigenständiger im späteren Job.“

Brauchen Werkstudenten einen Arbeitsvertrag?

Ja, in jedem Fall sollten sie auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag bestehen, rät Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk. Darin sollten die Anzahl der wöchentlichen Stunden und die Höhe des Verdiensts verbindlich festgehalten werden.

Welcher Lohn steht einem zu?

Auch für Studenten gelten die gesetzlichen Mindeststandards für Löhne, Arbeitszeiten, Beginn und Ende der Beschäftigung. „Der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro genauso wie der Anspruch auf Erholungsurlaub und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall“, sagt Manuela Conte, Bundesjugendsekretärin beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Wie viel kann gearbeitet werden?

Wichtig ist vor allem, dass das Studium die Hauptsache bleibt. Denn dann müssen keine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden. Das heißt konkret: Sie dürfen insgesamt nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. „Ausnahmen von der 20-Stunden-Regelung – etwa in der vorlesungsfreien Zeit, in Abendstunden und an den Wochenenden – sind immer mit der Krankenkasse zu besprechen“, rät Grob.

Was darf ein Werkstudent verdienen?

Die Tätigkeit ist unabhängig vom monatlichen Verdienst. Für viele Studierende gibt es trotzdem Obergrenzen: Mit BAföG gilt etwa eine Hinzuverdienstgrenze von 450 Euro pro Monat. Wer in der Krankenkasse der Eltern familienversichert ist, darf monatlich nicht mehr als 450 Euro mit einem Minijob verdienen.

Wie können die Übernahmechancen erhöht werden?

Wer seinem Arbeitgeber über das Studium hinaus treu bleiben will, sollte ein paar Regeln beachten. Bei Werkstudenten zählen Motivation, gute Ideen und Verlässlichkeit, sagt Benjamin Roos. Die Aufgaben können anfangs einfach oder langweilig sein. Wer Einsatz zeigt, bekomme aber oft schnell anspruchsvollere Jobs. Zudem sollte der Arbeitgeber mit dem Hochschüler planen können, dieser sollte – mit Ausnahme der Prüfungszeiten – regelmäßig mindestens zwölf, besser 16 Stunden pro Woche zur Verfügung stehen.

Weitere Infos und Jobs

Jobangebote gibt es etwa an Schwarzen Brettern in den Hochschulen, durch Mund-zu-Mund-Propaganda oder bei den Arbeitsvermittlungen der Studentenwerke. Mehrere Internetseiten haben sich zudem auf die Vermittlung von Werkstudentenjobs spezialisiert. Einige Beispiele dafür sind die Folgenden:
ww.jobmensa.dewww.absolventa.dewww.praktikum.infowww.stellenwerk-koeln.de
BPW Bergische Achsen Kommanditgesellschaft
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