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Energiezukunft „made in Rheinland“: der weltweit größte PEM-Elektrolyseur zur Herstellung von grünem Wasserstoff Bild: Shell

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Auf dem Weg zur „grünen“ Raffinerie Wie sich Deutschlands größte Raffinerie zum „Energy and Chemicals Park“ wandelt, erklärt deren Direktor Dr. Marco Richrath

6.01.2021

„Shell hat sich weltweit CO2-Reduktionziele gesetzt“, sagt Dr. Marco Richrath, Direktor der Shell Rheinland Raffinerie. Zum einen gilt dies für die Emissionen, die in der Produktion entstehen und für die das Unternehmen bis 2050 eine Netto-Null erreichen will – zum anderen für die Emissionen, die bei der Verwendung der Produkte entstehen. „Dort wollen wir den Netto-Kohlenstoff-Fußabdruck bis 2050 um 65 Prozent reduzieren“, so Richrath weiter.

Direktor Dr. Marco Richrath Bild: Shell
Direktor Dr. Marco Richrath Bild: Shell

Zehn Prozent der Lösung. Gerade in Deutschland, Europas größtem Energiemarkt, sitzt die Shell an einem langen Hebel. Von rund 800 Millionen Tonnen CO2, die die Bundesrepublik jährlich ausstößt, entfallen etwa zehn Prozent auf das Unternehmen und seine Produkte. Das macht deutlich, wie notwendig ein Wandel von fossilen Brennstoffen hin zu nachhaltigen Energieträgern und Chemieprodukten ist, die bei ihrer Verwendung kein CO2 emittieren. „Wir wollen nicht zehn Prozent des Problems, sondern zehn Prozent der Lösung sein“, so Richrath. „Die Raffinerie wird eine Schlüsselrolle spielen und ihr heutiges rohöldominiertes Angebot zu regenerativen Lösungen wandeln. An einem vorhandenen Industriestandort wie unserem können wir die dafür notwendigen Energiewendeprojekte viel schneller, effektiver und effizienter umsetzen als auf der grünen Wiese.“ Es sei unabdingbar diese Transformationsmöglichkeiten konsequent zu nutzen. Denn die Raffinerie wolle nicht die letzte in der alten, sondern eine erfolgreich transformierte in der neuen Energiewelt sein. Erste Schritte dieser Transformation sind schon konkret: zum Beispiel mit dem weltweit größten PEM-Elektrolyseur („proton exchange membrane“), der in Wesseling kurz vor seiner Fertigstellung steht. Die Zehn-Megawatt-Anlage wird mit Ökostrom grünen Wasserstoff erzeugen und soll perspektivisch auf 100 Megawatt erweitert werden. Mit dem Biogas-Verflüssiger, der in Godorf geplant ist, soll CO2-neutraler Lkw-Kraftstoff hergestellt werden. Erfolgreich praktiziert Shell bereits die Mit-Verarbeitung von pflanzlichen Ölen im Raffinerieprozess. Durch die Beimischung dieser Bio-Komponenten reduziert das Unternehmen den ökologischen Fußabdruck seiner Produkte, ohne dass die Qualität darunter leidet. Doch Richrath denkt noch weiter „Wir sind Mitglied der 2019 gegründeten weltweiten ‚Alliance to end plastic waste‘. Als wachsender Hersteller von Basis-Chemikalien für die Kunststoffindustrie gehen wir insbesondere der Frage nach, wie wir Plastikabfälle als recycelte Rohstoffewieder in unsere Produktion einbinden können.“  


"Shell im Rheinland wird zu einem Energy & Chemicals Park. Wir freuen uns über Partner, die mit uns die Energiewende vorantreiben" 


Starke Begleiter dabei. Weniger fossile Kraftstoffproduktion, mehr Einsatz regenerativer Stoffe, klarerer Fokus auf zukunftsorientierte Energielösungen und Spezialchemieprodukte – das sind die Ziele. Und auf der Reise dahin wird Shell vom Land NRW unterstützt. Denn beide Partner eint das Bekenntnis zu den Pariser Klimazielen, und mit der Transformation können aus „grauen“ Industriearbeitsplätzen „grüne“ werden – ein integrierter Beitrag zum Strukturwandel im Rheinischen Revier.

Platz für Neues. Richraths Pläne enden nicht am Werkszaun: „Die Raffinerie wird zum ‚Energy and Chemicals Park‘ – zu einem geöffneten Industriestandort für Chemie- und Energiebetriebe. Und wir planen einen ‚Energy Campus‘ für Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen, die mit uns gemeinsam die Energiewende vorantreiben wollen.“

Shell Rheinland Raffinerie
Godorfer Hauptstraße 150
50997 Köln
Tel. 0800/2236750
www.shell.de/rheinlandraffinerie


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