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Zum Schatten werden, Mitarbeitern über die Schulter schauen und vieles Lernen, so funktioniert „Job-Shadowing“ Bild: Antonioguillem/stock.adobe.com

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Blick über die Schulter „Job-Shadowing“ ermöglicht erste Eindrücke zu sammeln

18.11.2020

Der Abschluss ist in der Tasche – nun stehen viele vor der Frage: „Was möchte ich machen?“ Praktika sind oft die Antwort. Sie verschaffen Einblicke in Berufe, indem die Praktikanten für mehrere Wochen, Monate oder sogar ein Jahr als Mitarbeiter im Unternehmen agieren und leichte Aufgaben übernehmen. Praktika eignen sich für diejenigen, die schon eingewisses Vorwissen haben und sich einbringen können.

In der Beobachterrolle

Eine in Deutschland noch relativ unbekannte Alternative zur Orientierung ist das sogenannte „Job-Shadowing“. Es eignet sich, um einen allerersten Einblick in eine vielleicht vollkommen fremde Branche zu bekommen. Dabei werden die „Shadower“ zu Schatten, begleiten wenige Tage oder mehrere Wochen lang einen Mitarbeiter und schauen ihm bei seiner Arbeit über die Schulter. Der große Unterschied zum Praktikum ist, dass sie nicht selbst tätig werden. Als Beobachter gewinnen die jungen Menschen authentische Eindrücke des Arbeitsalltages – vom Arbeitsklima bis zu den Aufgaben und Abläufen.


"Wichtige Kontakte knüpfen und Einstieg erleichtern"


Geringer Aufwand

In den USA ist diese Art, in einen Job reinzuschnuppern weitverbreitet und durchaus häufiger als ein Praktikum. Für die Unternehmen bietet es den Vorteil, dass der Aufwand sehr gering ist, daher sind „Job-Shadower“ in fast jedem Betrieb möglich. Es ist ratsam, eine solches „Job-Shadowing“ in kleinen Firmen zu absolvieren, um möglichst viel mitzubekommen. Wer in einen großen Betrieb möchte, sollte dafür sorgen, dass er verschiedene Stationen durchläuft.

Bild: Yan Jingfeng/stock.adobe.com
Bild: Yan Jingfeng/stock.adobe.com

Kurzfristig planbar

Weiterer Vorteil: Es ist es zu fast jedem Zeitpunkt möglich – in den Semester- oder Schulferien, nach dem Abschluss oder einfach zwischendurch. Interessierte rufen am besten bei den Firmen vorher an und fragen, ob dort „Job-Shadowing“ bekannt ist und praktiziert wird. Inzwischen bieten schon mehrere Unis und FHs die Vermittlung der Praktikums-Alternative an.

Ausbildungsplatz finden

Nicht zu unterschätzen sind die Vernetzungsmöglichkeiten: Die entstandenen Kontakte können für Praktika, Werkstudententätigkeiten oder Jobangebote genutzt werden. „Job-Shadowing“ ersetzt allerdings kein Praktikum.