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Konradsheim – ein Ortsteil mit sehr viel Potenzial     

18.02.2021

Vom Pool aus auf die Burg blicken: historisches Gebäude, idyllischer Golfplatz und ein Bauprojekt mit dem größten Investitionsvolumen der Stadt  
      

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Das kleine Konradsheim mit seinen knapp 400 Einwohnern, das zusammen mit dem angrenzenden Lechenich ein Stadtbezirk bildet, ist vor allem durch seine restaurierte Wasserburg Konradsheim bekannt. Davor erstreckt sich idyllisch ein 18-Loch-Golfplatz. Der Name des Erbauers ist bekannt: Ritter Arnold von Buschfeld, erzbischöflicher Küchenmeister, ließ sich hier ein befestigtes Haus auf eine künstliche Insel setzen. Die 1337 erstmalig urkundlich erwähnte Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte zerstört, so dass von der ehemaligen Befestigung nur noch Reste erhalten blieben.

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Umfangreiche Modernisierung

Doch das Wohnhaus ist wenig verändert und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es wieder so hergestellt, wie es im Jahr 1548 von Wilhelm von Haes aufgebaut worden war. Einprägsamstes architektonisches Detail aus dieser Zeit ist ein spätgotischer Sandstein-Erker an der Westseite. 1938 erwarb die Provinzialverwaltung, dessen Nachfolgerin der Landschaftsverband ist, Burg Konradsheim von der Familie von Loe.

Nach 1960 begann teilweise ein Neuaufbau. 1976 wurde die Burg an die Familie Neisse verkauft. Es folgten umfangreiche Modernisierungen. Erst im vergangenen Sommer wurden große Teile erneut aufwendig saniert. Die Burg kann für diverse Veranstaltungen angemietet werden. Im Burg- und Rittersaal, aber auch im Gewölbekeller können Feiern, Tagungen und Seminare stattfinden.

Die historische Burg Konradsheim bietet ein ansprechendes Ambiente und eignet sich für Hochzeiten oder andere große Feste. Bild: etfoto/stock.adobe.com
Die historische Burg Konradsheim bietet ein ansprechendes Ambiente und eignet sich für Hochzeiten oder andere große Feste. Bild: etfoto/stock.adobe.com

Neues Vier-Sterne-Hotel

Nur wenige Meter gegenüber von der Burg entfernt befindet sich das Plangebiet „Janshöfe“. In diesen Tagen sollen dort erste Abbrucharbeiten stattfinden. Für ein Hotel, Pflegeeinrichtungen, Wohneinheiten sowie Außenanlagen samt Bau eines Verkehrskreisels sind rund 85 Millionen Euro veranschlagt, so Investor und Vorhabenträger Bernd Pfennings. Damit ist das Projekt ein Bauvorhaben mit dem größten Investitionsvolumen, das es je in der Stadt gab. Geplant ist das neue Hotel in einer Kategorie von mindestens vier Sternen. Vorgesehen sind 120 Zimmer und Suiten sowie zwei Restaurants. Hinzu kommt ein Café, angesiedelt zwischen Speicher und Mühlengraben. Als Attraktion ist ein Pool auf dem Dachgeschoss mit Blick auf die benachbarte Burg Konradsheim vorgesehen. Die weiteren Module im Quartier Jahnshöfe bestehen aus dem alten Speicher, der als Anlage für betreutes Wohnen mit 55 Einheiten genutzt werden soll. Ferner wird es einen Wohnhof mit Serviceeinrichtungen geben. Die Pflegeeinrichtung wird 20 Tagespflegeplätze, 24 Pflegeplätze für an Demenz Erkrankte und 67 Plätze für betreutes Pflegewohnen bieten. Entstehen soll auch ein für alle zugänglicher Dorfplatz. Die Zahl der neuen Arbeitsplätze vor Ort wird auf etwa 120 geschätzt.