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Das Kratzen erspart man sich mit einer Standheizung Bild: Auto-Medienportal.net/Kfz-Gewerbe

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Der Winter kommt bestimmt Autofahren bei Schnee und Eis erfordert eine gewisse Vorbereitung

5.01.2021

In den nächsten Tagen und Wochen erscheinen Schnee und Eis auch bis in die Niederungen der Kölner Bucht wahrscheinlich – glaubt man den Langzeit vorher sagen der Wetterfrösche. Eigentlich ist es dann selbstverständlich, doch leider hält sich nicht jeder daran: Vor dem Losfahren müssen alle Scheiben eisfrei sein. Außerdem darf sich kein Schnee auf dem Auto befinden. Doch Vorsicht: Wer wild drauflos kratzt, verschrammt nur seine Verglasung. Deshalb am besten Auftauspray verwenden. Steht das nicht zur Verfügung, den Kratzer stets nur in eine Richtung bewegen.

Scheinwerfer und Heckleuchten vertragen gar kein Gekratze. Lockeren Schnee beseitigt ein Besen mit weichen Borsten. Der Motor sollte erst dann gestartet werden, wenn das Auto von Schnee und Eis befreit ist. Denn das Warmlaufenlassen im Stand ist verboten. Außerdem steigert es den Verschleiß, weil der Motor sich viel langsamer erwärmt als während der Fahrt. Stattdessen empfiehlt es sich, nach dem Starten sofort loszufahren und die Defrost-Funktion der Lüftung einzuschalten.  

Schnee besser als Eis

Mit den aktuellen Wetterdaten im Kopf kommt es zudem darauf an, den Straßenzustand richtig einzuschätzen, etwa ob der Asphalt nur nass ist oder sich unter der Feuchtigkeit tückisches Glatteis verbirgt. Das kann selbst bei plus fünf Grad der Fall sein–etwa dann, wenn die Straße im Schatten liegt oder wenn es nach langer Kälte zu regnen beginnt. Weniger problematisch ist dagegen der Schnee. Moderne Winterreifen kommen damit gut zurecht und ermöglichen eine sichere Fahrt.

Abstand einplanen

Beim Bremsen sollten hastige Lenkbewegungen vermieden und bei glatten Bedingungen mehr Sicherheitsabstände eingeplant werden. Denn der Bremsweg kann gegenüber einer sommerlich trockenen Straße bis zu fünf Mal länger sein. Das gilt übrigens ebenso für Allradfahrzeuge. Denn vier angetriebene Räder helfen zwar beim Anfahren und am Berg, verhalten sich beim Bremsen aber wie jedes andere Auto. Anderes gilt für die Gangbremse, die bei Allradfahrzeugen deutlich effektiver und gleichmäßiger wirkt. Die Qualen des morgendlichen Kaltstarts lassen sich im Übrigen mit einer Standheizung erheblich reduzieren. Deren Anschaffung amortisiert sich recht schnell, denn der Zeitaufwand für das lästige Enteisen der Scheiben entfällt. So kann schon beim Losfahren von einem warmen Innenraum profitiert werden. Der Verbrauch einer Standheizung – ungefähr ein Viertelliter Kraftstoff pro Stunde – ist nicht der Rede wert. Denn zum einen reicht eine Laufzeit von etwa 15 Minuten, zum anderen wird gleich der Motor vorgewärmt, benötigt also keine Extramenge Treibstoff für den Kaltstart und wird so obendrein geschont.