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Sehen im Nahbereich wird zum Problem
Für jeden Arbeitsplatz die richtige Brille
Für jeden Arbeitsplatz die richtige Brille
Über 80 Prozent der Menschen, die täglich länger als drei Stunden vor dem PC sitzen, klagen über Beschwerden. BILD: GERD ALTMANN AUF PIXABAY

Wer lange am Bildschirm arbeitet, kennt die Zeichen: müde, brennende oder trockene Augen. Dass an Kopfschmerzen oder Rückenbeschwerden ebenfalls der Blick auf den Bildschirm schuld sein kann, wissen allerdings die wenigsten. „Mit meiner Brille komme ich bestens klar!" Stimmt, was den Alltag angeht. Eine Lesebrille ist optimal für scharfes Sehen in sehr nahen Distanzen, also im Buch oder in der Zeitung. Wer damit auf dem Bildschirm Klarheit haben möchte, kriecht dicht an ihn heran, strengt die Augen an und provoziert Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen. Die Gleitsichtbrille taugt für viele Seh-Entfernungen von der Nähe bis in die Ferne. Doch um Text und Bilder auf dem Monitor scharf wahrzunehmen, muss man durch den unteren Teil der Gleitsichtgläser blicken. Das Kinn wird angehoben, der Kopf in den Nacken gelegt - die Muskulatur steht unter unnatürlicher Spannung. Es schmerzt und nervt.

„Ab einem Alter von 40 Jahren lässt von Natur aus die Sehkraft nach, die Altersweitsichtigkeit setzt ein.”

Bildschirmbrille für entspanntes Sehen und Arbeiten

Computerbrillen wollen die Problemlöser sein. Welche Vorteile bieten sie? Ihre Sehkompetenz liegt vor allem in den mittleren und kurzen Entfernungen. Das ist der Sehabstand zum Monitor, der je nach Bildschirmgröße zwischen 50 und 100 Zentimetern beträgt. Diesem Bereich gehört die größte Fläche im Brillenglas. Darunter gibt es den Nahbereich, durch den sich die Tastatur und Manuskripte unangestrengt überschauen lassen. Der Teil in den Gläsern, der für das Sehen über einen Meter hinaus geeignet ist, fällt aber relativ klein aus. Er genügt, um Uhr und Terminkalender an der Wand gut im Blick zu haben, ist zum Autofahren aber nicht geeignet. Bei der Anfertigung der Bildschirmbrillen berücksichtigt der Augenoptiker die notwendigen Glasstärken des Trägers sowie dessen Arbeitsplatzanforderungen. Vor der Anschaffung der Brille empfiehlt es sich daher, den individuellen Sehabstand zu Bildschirm und Tastatur zu messen, um die Gläser genau darauf abzustimmen. Die Brillenfassung sollte nicht zu klein gewählt werden, damit die optimalen Sehzonen sowohl in der Höhe als auch in der Breite ausreichend groß sind. Entspiegelte Gläser lohnen sich wegen der vielen Lichtquellen in den Büros.

Arbeitgeber übernimmt Kostenanteil

Beschäftigte haben laut Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) das Recht auf eine spezielle Sehhilfe in der einfachsten Ausführung, wenn sich die normale Brille für die Tätigkeit am Computer nicht eignet. Ist das der Fall, stellen Arbeits-/Betriebs-Medizinerinnen und -mediziner oder Augenarztpraxen im Rahmen der Angebotsvorsorge ein Rezept oder eine Bescheinigung darüber aus. Die Anfertigung der Brille übernehmen Augenoptikerinnen und -optiker und Optometristinnen und -metristen. Bildschirmbrillen sind keine Leistung der Krankenkassen. Sie dienen dem Arbeitsschutz und werden deshalb vom Arbeitsgeber bezahlt, ebenso wie die Kosten für die Augenuntersuchung. Der Kostenumfang, Gläser und Fassung richtet sich nach dem auf dem Rezept oder der Bescheinigung vermerkten Brillenausführung und dem durchschnittlichen Marktpreis. Sonderwünsche wie Designerfassung und besondere Veredelungen - sofern sie nicht ausdrücklich verordnet werden müssen Mitarbeitende aus eigener Tasche zahlen. Um Missverständnisse mit dem Unternehmen zu vermeiden, sollte mit ihm vorab die Vorgehensweise sowie die Höhe der Kosten, die der Betrieb übernimmt, geklärt werden. Es lohnt auch, ein Blick in die Betriebsvereinbarungen zu werfen. Hier können entsprechende Regelungen verankert sein.

(MIT MATERIAL VON KURATORIUM GUTESSEHEN.DE )