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Die richtige Wahl treffen: Eine Checkliste hilft Senioren, sich für die passende Residenz zu entscheiden

Vor dem Umzug in eine Residenz sollten alle Kosten und Leistungen aufgelistet werden Bild: shurkin_son/stock.adobe.com

Mit dem Alter wird der Alltag für viele Menschen mühsamer. Erste körperliche Einschränkungen und gesundheitliche Probleme führen oftmals dazu, dass vertraute Tätigkeiten schwerer fallen. Auch die Mobilität lässt nach. Wenn die gesundheitlichen Beschwerden zu groß werden und eine Pflege in den eigenen vier Wänden nicht möglich ist, ist ein Umzug in eine Seniorenresidenz die beste Lösung. Doch so etwas sollte wohlbedacht sein: Schließlich gibt es viele Anbieter auf dem Markt mit erheblichen Kosten- und Leistungsunterschieden. Auf welche Punkte Ältere bei der Auswahl achten sollten und worauf eine gute Beratung eingehen muss, geht der Text im Folgenden ein.
   
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Individuelle Bedürfnisse

Wer in eine Seniorenresidenz einzieht, muss sich vorher einige grundsätzliche Fragen stellen: Was sind meine Bedürfnisse, was die Größe und Ausstattung betreffen? Im Vorfeld sollte sich darüber Gedanken gemacht werden, ob ein Balkon oder eine Terrasse bevorzugt und ob in der zukünftigen Wohnung eine kleine Einbauküche benötigt wird.
Trennungen sind immer schwer, im neuen Zuhause soll es wohnlich sein. Deshalb muss vor dem Umzug in die neue Bleibe geklärt sein, ob die Lieblingsmöbelstücke und das eigene Haustier mitgenommen werden darf und auf welche Dinge verzichtet werden muss. Mobil sein spielt auch im zunehmenden Alter eine wichtige Rolle. Wie nah die Residenz zu Familien und Freunden liegt und ob es eine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel gibt, sind Fragen die zu prüfen sind. Manchmal sind Lebensmittelladen, Friseur, Bank und Ärzte direkt im Haus, sodass die Wege generell kürzer sind.
  
Unter den Bewohnern einer Einrichtung lassen sich schnell Kontakte knüpfen Bild: djd/Augustinum gemeinnützige GmbH/Silvia Jansen
Unter den Bewohnern einer Einrichtung lassen sich schnell Kontakte knüpfen Bild: djd/Augustinum gemeinnützige GmbH/Silvia Jansen
Volles Programm

Neben den Rahmenbedingungen sollten zukünftige Bewohner einen genaueren Blick in das Programm der Seniorenresidenz werfen. Wie viele Veranstaltungen finden pro Woche statt, ist das Programm abwechslungsreich und treffen die Angebote den eigenen Geschmack? Um im Alter geistig und körperlich fit zu bleiben, bieten viele Pensionen Unterrichtsreihen unterschiedlichster Art an. Mancherorts können Bewohner auch selbst Kurse anbieten. Wer nicht fündig wird, sollte bei der Leitung nachfragen, ob die Möglichkeit dafür besteht.

"Ein Preisvergleich der unterschiedlichen Pensionen ist sinnvoll"

Pflegekräfte vor Ort

Zur guten Betreuung zählt ein 24 Stunden am Tag besetzter Empfang, sodass auf kleine Anfragen bis hin zu Notrufen sofort reagiert werden kann. Es sollte auch darauf geachtet werden, ob immer eine Pflegekraft vor Ort ist. In guten Seniorenresidenzen kommen die Kräfte zudem in die Wohnung, sodass im Notfall der Umzug auf eine Pflegestation nicht notwendig ist.

Kosten einkalkulieren

Wer einziehen will, muss ehrlich sein. Kann ich mir die Wohnform leisten – auch dann, wenn der Partner stirbt? Hier hilft ein Vergleich, was im Pensionspreis inbegriffen ist: Nur die Miete oder auch eine Mahlzeit im Restaurant am Tag, wöchentliche Wohnungsreinigung, Kurse, Sport, Schwimmbad, Übergangspflege im Krankheitsfall und Seelsorge? Auch mögliche Kosten für Pflege sollten einkalkuliert werden. Seriöse Anbieter nehmen sich Zeit für Interessenten, rechnen ehrlich und geben Bedenkzeit. Letztlich empfiehlt es sich, für einige Tage Probe zu wohnen. Wenn das Bauchgefühl stimmt, steht einem Einzug nichts mehr im Wege. (djd)

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