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Ein Schatz an der Aachener Straße: An der Via Belgica liegt eine beeindruckende Grabkammer

Der reichlich verzierte Sarkophag Bild: Nabil Hanano

Und eine Büste – eine der vielen Beigaben Bild: Nabil Hanano
Und eine Büste – eine der vielen Beigaben Bild: Nabil Hanano
Das unterirdische Denkmal ist um 150 nach Christus auf einem Gutsgelände errichtet worden. Der Sarkophag sollte wahrscheinlich einem Ehepaar als letzte Ruhestätte dienen. Doch womöglich wurde darin nur die Ehefrau bestattet, deren Porträt an der Seitenwand prangt. Die Freifläche für das Bild des Mannes ist zwar präpariert, aber nicht ausgestaltet worden. Zudem befinden sich in dem Raum Büsten, Liegen und zwei Stühle aus Kalkstein. Das Grab wurde 1843 eher zufällig bei Ausschachtungsarbeiten entdeckt und zählt heute zu den besterhaltenen und eindrucksvollsten Grabanlagen aus römischer Zeit nördlich der Alpen. Bereits in der Antike lag die Weidener Grabkammer an einer Straße, auf der das Leben pulsierte: Die Via Belgica war eine der wichtigsten Verkehrsadern im Nordwesten des Imperium Romanum. Sie verband einst das römische Köln und das Rheinland mit dem Inneren Galliens und der Kanalküste. Seit 2017 kümmert sich der Förderverein Römergrab Weiden e. V. um die Zugänglichkeit und die Erhaltung der Grabkammer. Mit Fördermitteln, Stiftungsgeldern, Spenden und Einnahmen soll es bald möglich sein, das Bodendenkmal für die Allgemeinheit zu öffnen.

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