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Egal, ob Neubau oder umfassende Modernisierung: Hausbesitzer haben die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes zu beachten Bild: FrankBoston/stock.adobe.com

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Energetisch im Gleichgewicht bleiben Was Bauherren und Modernisierer zum neuen Gebäudeenergiegesetz wissen sollten

12.07.2021

Ein gutes Drittel des Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf den Gebäudebereich. Um Bauherren und Modernisierer zum Energiesparen zu animieren, hat der Gesetzgeber in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Verordnungen und Gesetzen erlassen. Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG), das Ende 2020 in Kraft trat, soll für mehr Klarheit sorgen. Es fasst drei Regelwerke zusammen und soll somit Architekten, Planern und Bauunternehmen die Arbeit erleichtern. Aber auch Hausbesitzer sollten die wichtigsten Punkte kennen.

Nachweis ohne großen Aufwand

Ein vereinfachtes Nachweisverfahren für neue Wohngebäude soll Bauherren und Planer entlasten. Das sogenannte Modellgebäudeverfahren ermöglicht Nachweise, ohne dass für jedes Haus aufwendige Berechnungen erforderlich sind. Bei der Sanierung von Altbauten bleiben die Anforderungen auf dem Stand der bisherigen Energieeinsparverordnung bestehen. Das erklärte Ziel des Gesetzgebers ist ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand bis zum Jahr 2050. „Der Gebäudehülle, und hier insbesondere der Wärmedämmung der Außenwände, kommt eine besondere Bedeutung zu“, erklärt Antje Hannig vom Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM). Schließlich geht in ungedämmten Altbauten viel Energie ungenutzt nach außen verloren.


"Je geringer der Bedarf, desto mehr Förderung gibt es"


Keine Zuschüsse verschenken

Die erste Anlaufstelle für eine energetische Sanierung sind Energieberater und Fachhandwerker vor Ort. Sie können die Ist-Situation aufnehmen und geeignete Maßnahmen vorschlagen. Wichtig dabei ist die Orientierung an den KfW-Effizienzhausstandards. „Je kleiner der Wert ist, desto geringer ist der Energiebedarf der Immobilie und desto mehr staatliche Förderung gibt es“, erklärt Antje Hannig weiter. Als Referenz dient ein KfW-Effizienzhaus 100, das den gesetzlichen Vorgaben des GEG entspricht. Im Vergleich dazu benötigt ein Effizienzhaus 55 lediglich noch 55 Prozent der Primärenergie. Die aktuellen Förderprogramme können pro Wohneinheit bis zu 48.000 Euro an Investitionszuschüssen ausmachen. Alternativ können Sanierer die steuerliche Förderung nutzen, auf diese Weise sind Förderbeträge von bis zu 40.000 Euro verteilt auf drei Jahre möglich. Vorteil: Die Sanierung kann sofort beginnen, die unkomplizierte Abrechnung erfolgt später über die Steuererklärung. Wichtig ist die Bescheinigung des ausführenden Fachunternehmens. (mit Material von djd)