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Mit dem Alter lässt die Kraft des Sehorgans immer weiter nach – eine Gleitsichtbrille ermöglicht eine stufenlose Sicht in allen Bereichen. Bild: JAVIER LARRAONDO - stock.adobe.com

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Für eine scharfe Sicht Biometrische Gleichtsichtgläser sind eine wichtige Unterstützung im Alltag

28.01.2021

Die Großzahl der Menschen stellen etwa ab dem 45 Lebensjahr fest, dass sich ihr Sehen, vor allem in nahem Umkreis, verschlechtert. Die Augen brauchen ab diesem Zeitpunkt Unterstützung. Um eine Brille zu haben, die den ganzen Tag auf der Nase bleiben kann, kommen viele irgendwann nicht mehr um eine Gleitsichtbrille herum. Sie ermöglicht eine stufenlose Sicht im Nah-, Mittel- und Fernbereich. Dafür wird Glas benötigt, welches nicht nur eine Sehstärke besitzt, sondern auch unterschiedliche Sehbereiche für die Korrektur der Fehlsichtigkeit. Je nachdem, durch welchen Bereich des Brillenglases der Träger guckt, kann die betreffende Entfernung deutlich gesehen werden. Allerdings sollte diese individuell angepasst sein – nur dann wird die Brille zu einer wirkungsvollen Unterstützung. Was ist beim Kauf einer Gleitsichtbrille zu beachten? Hier sind Antworten auf die wichtigsten Fragen.


"98 Prozent der Standardgläser passen nicht exakt"


Exakte Vermessung

Bei der Wahl neuer Brillengläser, ist die Vermessung der Augen bei einem Optiker Pflicht. Denn je genauer die Gläser zum Auge des Brillenträgers passen, desto schärfer ist die Sicht. Biometrische Gleitsichtbrillen etwa basieren auf der exakten Vermessung des Auges und der Berechnung eines individuellen, biometrischen Augenmodells, auf dessen Basis auf den Mikrometer genau passende Gläser anfertigt werden. Kommen dagegen Standardmodelle zur Berechnung zum Einsatz, passen laut Optikern 98 Prozent der Brillengläser nicht perfekt zum Auge.

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Sehpotenzial erkennen

Wenn die Brillengläser nicht richtig abgestimmt sind, dann merkt der Träger das sofort. Aber häufig ist es so, dass Betroffene, deren Brille nicht optimal angepasst ist, sich nicht über ihr Sehpotenzial bewusst sind. Sie merken indes, dass die Augen schnell müde werden oder dass sie etwain der Nacht beim Autofahren verschwommen sehen. Studien ergaben, dass 92 Prozent der Brillenträger mit biometrischen Brillengläsern schärfer sehen als vorher, 88 Prozent berichteten von einem größeren Sehkomfort, und 80 Prozent sahen besser in der Dämmerung.

Für alle Alltagssituationen

Grundsätzlich haben Träger mit einer Gleitsichtbrille einen stufenlosen Übergang und können in allen Entfernungen scharf sehen. Wenn jemand viel Zeit vor dem Computerbildschirm oder im Auto verbringt, empfehlen Optiker allerdings zusätzlich eine Bildschirmbrille mit Blaulichtfilter oder eine spezielle Autofahrerbrille.

Schnelle Eingewöhnung

Lange Eingewöhnungszeiten wie früher gehören bei biometrischen Gleitsichtgläsern der Vergangenheit an. Sie machen es den Brillenträgern einfach und die meisten kommen auf Anhieb gut damit zurecht. Im Idealfall sollten Brillenträger ihre neue Gleitsichtbrille aufsetzen und sofort nicht nur perfekt sehen, sondern sich auch spontan wohlfühlen. Die neue Gleitsichtbrille sollten sie von Beginn an täglich und von morgens bis abends aufziehen. (mit Material von djd)


Optiker sind gefragt

Wer Menschen gerne berät, wird an der Arbeit des Optikers viel Freude haben. Steigende Ausbildungszahlen zeigen, dass es sich um einen attraktiven Job handelt, der zahlreiche Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung bietet. Vor allem im Umgang mit den Kunden ist Einfühlungsvermögen gefragt. Ebenso sind technisches Verständnis und Computerkenntnisse vonnöten. Denn das Ermitteln der optimalen Gläser, deren handwerkliche Verarbeitung und die Anpassung der Brille erfolgen mithilfe moderner Hightech-Geräte. In diesen Bereichen hat in den letzten Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten, wodurch sich der handwerklich geprägte Beruf zu einem vielfältigen Tätigkeitsfeld erweitert hat.


3 Fragen an

Bild: Brillen Schmidt
Bild: Brillen Schmidt

Dorothee Schmidt

Augenoptikermeisterin und Inhaberin von Brillen Schmidt in Leverkusen

Homeoffice, Streaming und digitale Kommunikation – wir starren mehr auf Bildschirme als je zuvor. Was bedeutet das für unsere Augen?

Schmidt: Die Leute werden durch das viele Nahgucken kurzsichtig. Mein Tipp dagegen: Augentraining. Während der Arbeit am PC öfter aus dem Fenster oder in den Raum gucken. Ein weiteres Problem sind trockene Augen, weil man zu wenig Lidschläge macht. Da hilft nur viel „Klimpern“.

Der Onlinehandel boomt. Auch Brillen können im Internet bestellt werden. Bieten Sie ebenfalls Onlineservice an?

Schmidt: Kunden können uns per Mail anschreiben. Einfache Probleme, etwa wenn ein Bügel kaputt ist und neu bestellt werden muss, werden so gelöst. Ich halte aber nichts davon, eine Brille im Internet zu ordern.

Wenn es um die Gesundheit geht, ist das nicht die richtige Lösung. Was sind die Brillentrends 2021?

Schmidt: Der Trend geht weg vom Runden, Richtung eckig, groß und dünnrandig. Metall- oder dünne Kunststofffassungen sind beliebt.