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Videos statt Präsenz vor Ort: Viele Schulen stellen auf digitalem Weg Informationen bereit Bild: Tom Steinicke

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Präsentation im Netz Tage der offenen Tür finden in diesem Jahr online statt – Kontakte bei der Anmeldung sollen so gut es geht vermieden werden

21.01.2021

Die Schulen im Kreis Euskirchen haben auf die Pandemie reagiert und bieten 2021 einen virtuellen Tag der offenen Tür an. „Wir haben sehr viel Zeit investiert“, sagt Thomas Müller, Leiter der Euskirchener Gesamtschule. Das Ergebnis könne sich aber im wahrsten Sinne sehen lassen. Neben einem 3:30 Minuten langen Begrüßungsvideo gibt es beim virtuellen Tag der offenen Tür auch sieben verschiedene Touren zu entdecken. So geht es 1:39 Minuten durch die Mensa und Verwaltung der Gesamtschule oder knapp vier Minuten durch den großen Themenbereich der Naturwissenschaften – inklusive eines Versuches samt Bunsenbrenner.

Städtisches Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden

Eigene Handschrift

„Der Virus zwingt uns, kreativ zu werden und alternativ zu denken“, sagt Müller. Die Federführung über den Online-Rundgang hatten Sabine Bohsem und Claudia Riedel, die Unterstützung der Klasse 7a erhielten. Am Schleidener Johannes-Sturmius-Gymasium waren die Schüler ebenfalls kreativ und intensiv in die drei Videos für den virtuellen Tag der offenen Tür einbezogen. Der Differenzierungskurs „Darstellung und Gestalten“ aus der achten Klasse und der Literaturkurs aus der Oberstufe entwickelten jeweils ein Projekt, das die Theateraufführung ersetzt.

Städtisches Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden

„Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen“, sagt Schulleiter Georg Jöbkes, der für den Imageclip eine Filmagentur angeheuert hat. „Alle Filme haben einen unterschiedlichen Charakter, eine eigene Handschrift“, so Jöbkes. Allein in das Imagevideo über das Gymasium seien vier Tage investiert worden. Die Lehrer werden vom Differenzierungskurs vorstellt – in einem sogenannten Stop-Motion-Film. Dabei wird eine Illusion von Bewegung erzeugt, indem einzelne Bilder von unbewegten Motiven aufgenommen und anschließend aneinandergereiht werden. „Das sind alles tolle Dinge, aber den persönlichen Kontakt kann der beste Film nicht ersetzen“, sagt er.


"Der Virus zwingt uns, kreativ zu werden und alternativ zu denken"


Etwas Geld investiert

An der Mechernicher Gesamtschule gibt es einen fast sechsminütigen Imagefilm. Zudem können sich Interessierte durch einzelne kürzere Clips klicken, in denen viele Schüler zu Wort kommen. Stephan Steinhoff, Leiter der Weilerswister Gesamtschule, hat sich für den virtuellen Tag der offenen Tür professionelle Unterstützung geholt. „Wir haben ein wenig Geld investiert“, sagt er. Herausgekommen ist eine virtuelle Präsentation, die sowohl mit Videos als auch mit Podcasts daherkommt. Eine ganz klassische Präsentation gibt es auf der Webseite ebenfalls zu entdecken. Einen Imagefilm hat die Karl-von-Lutzenberger-Realschule in Zülpich nicht – bis jetzt. „Wir überlegen, noch einen zu drehen“, sagt Schulleiterin Raphaela Kehren. 120 Eltern hätten Interesse, ihre Kinder im kommenden Schuljahr auf die „KLR“ zu schicken. „Das ist überragend“, sagt sie. Wegen der Pandemie stehe sie mit den Eltern per Mail im engen Austausch.
  

Wie im Fluge

Für den Imagefilm der Gesamtschule Eifel in Blankenheim braucht es etwas Zeit. Die 12:53 Minuten vergehen aber wie im Flug. Und das liegt nicht nur an den Drohnenaufnahmen zu Beginn des Beitrags.