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Gelernt wird vor Ort und digital Bild: thicha/stock.adobe.com 

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Die Pflegeausbildung hat sich verändert Das Gesundheits- und Bildungszentrum Oberberg bietet virtuellen und praxisnahen Unterricht an

27.01.2021

Im Gesundheits- und Bildungszentrum Oberberg (GBZ) gehört digitales Lernen inzwischen genauso zum Alltag wie die praktische Ausbildung. Sie wird auf einer der Stationen in den Kreiskrankenhäusern Gummersbach und Waldbröl sowie dem Zentrum für Seelische Gesundheit in Marienheide absolviert. Das GBZ bietet 225 Plätze für die dreijährige Lehre zur Pflegefachkraft sowie 25 Plätze für die einjährige Ausbildung zum Pflegeassistenten an. Entsprechende Kurse starten in diesem Jahr zum 1. August und 1. November.

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Wieder unter einem Dach

Neben den Herausforderungen durch die Corona-Pandemie gibt es für das GBZ in diesem Jahr dennoch Grund zur Freude: Das Bildungsinstitut bezieht neue Räumlichkeiten. Es wird künftig auf dem Steinmüller-Gelände mitten in Gummersbach beheimatet sein. Sobald die Akademie Gesundheitswirtschaft und die Senioren in den Neubau umziehen, übernimmt das GBZ diese Räume. „Dann ziehen alle Schulbereiche des GBZ wieder unter ein Dach. Neben den Pflegeberufen ist dort dann auch die Schule für die Operationstechnischen Assistenten, die verschiedenen Fachweiterbildungen und der Pflegemanagementkurse zu finden“, freut sich GBZ-Leiter Dirk Broß. „Schulisches Lernen hat sich in den vergangenen Monaten völlig verändert.“ Den theoretischen Unterricht hat Broß mit dem Lehrerkollegium im März ad hoc auf Homeschooling umgestellt.

GBZ Gesundheits- und Bildungszentrum Oberberg

Digital in kürzester Zeit
  

Die Herausforderungen in Zeiten der Pandemie sind groß Bild: DC Studio/stock.adobe.com
Die Herausforderungen in Zeiten der Pandemie sind groß Bild: DC Studio/stock.adobe.com

Phasenweise wurden die Kurse geteilt und zur einen Hälfte im GBZ sowie zur anderen zu Hause unterrichtet. Die Pflege der Patienten bleibt Bestandteil der Praxis-Einsätze auf den Stationen. „Unsere Praxisanleiter sind darauf eingestellt, dass beispielsweise Blutdruckmessungen oder Lagerungen der Patienten nicht zu Hause vor dem PC geübt werden können und die Schüler solche Inhalte während ihres Praxis-Einsatzes erst lernen müssen“, sagt Broß. Für die Ausbilder ist es eine Kunst, den Kontakt während der Schulschließungen mit den Schülern zu halten. Eine Methode ist ein gemeinsamer Start morgens um 8.30 Uhr mit einem Stand-up-Team im Kurs-Chat. „Durch Covid-19 sind alle früher als erwartet in eine digitale Bildungszukunft befördert worden“, sagt der Leiter. „Die Lehrer haben neue Geräte, Methoden und Konzepte nutzen müssen. Die Schüler und Weiterbildungsteilnehmer haben ihre E-learning-Möglichkeiten in einer unglaublichen Geschwindigkeit ausgebaut.“ Zudem bietet das GBZ seit Januar 2020 die neue generalistische Ausbildung an.

Gemeinsam unterrichtet

Seither werden Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege gemeinsam unterrichtet. Die Auszubildenden können den Schwerpunkt Kinderheilkunde wählen oder sich für einen psychiatrischen und gerontopsychiatrischen Praxisschwerpunkt entscheiden. Vorgeschrieben ist der Einsatz in ambulanten und stationären Pflege-Einrichtungen in den Kreiskrankenhäusern Gummersbach und Waldbröl sowie in der Klinik Marienheide. Bewerbungen sind laufend möglich.

www.gbz-oberberg.de