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In Verkauf und Werkstatt: Die Autobranche braucht künftig mehr gut ausgebildete Mitarbeiter vor und hinter den Kulissen

Die Autobranche braucht künftig mehr gut ausgebildete Mitarbeiter vor und hinter den Kulissen

An Autos schrauben ist längst nicht mehr nur Männersache Bild: jörn buchheim - stock.adobe.com

Die Investitionen der Autohäuser und Kfz-Werkstätten in die Aus- und Weiterbildung werden weiter steigen. Das ist ein Ergebnis der Studie „Kfz-Gewerbe 2025plus“, die der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) gemeinsam mit der Unternehmensberatung BBE Automotive durchgeführt hat. „Angesichts des immer komplexeren Produkts Automobil, der Zunahme digitaler Geschäftsprozesse und der Herausforderungen durch neue Mobilitätskonzepte wird die Zahl der benötigten Fachkräfte wachsen“, sagt Birgit Behrens, ZDK-Geschäftsführerin der Berufsbildung, „und sie müssen künftig höher qualifiziert sein.“

Vielfältiger Einstieg. Für Berufseinsteiger und Menschen, die sich beruflich weiterentwickeln möchten, eröffnen sich in der Kfz-Branche weiterhin gute Chancen. Der Einstieg erfolgt über das klassische Ausbildungssystem. Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig und reichen vom Kfz-Mechatroniker für Pkw, Motorrad oder schwere Nutzfahrzeuge über den Lackierer bis hin zum Automobilkaufmann. Auf Basis einer soliden Ausbildung eröffnen sich danach je nach Talent und Neigung verschiedenste Weiterbildungsmöglichkeiten. Umfangreiche Orientierungshilfen und Praxisinformationen für junge Menschen, die sich für Autoberufe interessieren, bieten zahlreiche Webseiten. Dort gibt es zudem Hilfen zur Ausbildungsplatzsuche und nützliche Hinweise zur Berufswahl und Bewerbung.

Eigene Talente entfalten. Nach erfolgreicher Ausbildung bietet das Kfz-Gewerbe viele Möglichkeiten zur Höherqualifizierung und Weiterbildung. Kaufleute können sich als Automobilverkäufer, Serviceberater oder Teile- und Zubehörverkäufer spezialisieren. Für Mechatroniker eröffnen sich als Kfz-Servicetechniker mehr Beratungs- und Kundenkontakte. Ihnen steht der Weg zum Kfz-Meister offen, der selbst ausbilden darf oder einen eigenen Betrieb eröffnen kann. Auch ein Studium nach der Ausbildung ist möglich. Wer einen Hochschulabschluss zum Betriebswirt des Kfz-Gewerbes erreicht, ist unter anderem für Führungsaufgaben qualifiziert – und bringt gute Voraussetzungen für die Eröffnung eines eigenen Unternehmens mit.

Steigende Zahlen. Die Ausbildungszahlen im Kfz-Gewerbe steigen: 3,2 Prozent mehr Azubis als 2016 hat die Branche laut Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe in 2017 eingestellt. Insgesamt haben sich fast 30.000 junge Menschen für einen Berufseinstieg im Kraftfahrzeugsektor entschieden. Laut ZDK-Geschäftsführerin Birgit Behrens setzt sich damit der Trend der letzten vier Jahre fort. „Die Entwicklung bestätigt die hohe Attraktivität und Zukunftsfähigkeit einer Ausbildung im Kfz-Gewerbe“, sagt Behrens. Mit den steigenden Zahlen hat die Autobranche die Nase vorn.

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