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Gemeinsam stark: Die Genossenschaftsfamilie umfasst rund 23 Millionen Menschen

Die Genossenschaftsfamilie umfasst rund 23 Millionen Menschen

TV-Journalist Manuel Andrack erforschte Genossenschaften Bild: Juliane Herrmann

Seine Heimat hat er nie verlassen – seine Idee jedoch machte weltweit Karriere. Friedrich Wilhelm Raiffeisen hat mit seinem Wirken das Leben und Wirtschaften der Menschen spürbar verbessert. Zwei Prinzipien trieben ihn dabei an: Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe. Der Erfolg gibt ihm bis heute Recht: In Deutschland sind rund 23 Millionen Menschen Mitglied einer Genossenschaft – mit steigender Tendenz.

Klare Vorteile. „Raiffeisens Idee bestärkt die Menschen darin, sich selbst die Veränderung zuzutrauen“, erklärt Werner Böhnke, Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft. Die Möglichkeiten des gemeinschaftlichen Wirkens begeisterten weltweit immer mehr. Die Mitgliedschaft in einer Genossenschaft bringe allen, die bereit seien Verantwortung zu übernehmen, klare Vorteile: Sicherheit, Gemeinschaft und wirtschaftlichen Erfolg. Für die meisten jungen Menschen seien Konsum, Besitz oder Profit längst kein Lebenselixier mehr. „Sie wollen sich ideell verwirklichen – zu einer nachhaltigeren und gerechteren Gesellschaft beitragen. Die Genossenschaftsidee passt zum Lebensgefühl dieser Generation“, so Böhnke weiter.

In der Landwirtschaft sind Genossenschaften nicht mehr wegzudenken Bild: Juliane Herrmann
In der Landwirtschaft sind Genossenschaften nicht mehr wegzudenken Bild: Juliane Herrmann
Grosse Bewegung. Die Genossenschaftsidee ist also keineswegs ein Auslaufmodell. Im Gegenteil: Mehr als jeder vierte Deutsche ist Mitglied, weltweit sind es etwa eine Milliarde und unabhängig von der Zugehörigkeit haben gut und gerne drei Milliarden Menschen mit Genossenschaften zu tun. Alleine in Deutschland stellen sie im Wohnungsbau mehr als 2,2 Millionen Wohneinheiten zur Verfügung.

Mehr Informationen. Die Ausstellung „Tradition Raiffeisen: Wirtschaft neu denken“ beschäftigt sich mit dem Reformer und seinem Wirken. Sie wird im Landesmuseum Koblenz im Haus der Kulturgeschichte auf der Festung Ehrenbreitstein noch bis zum 27. Januar 2019 zu sehen sein. Dabei geht es um zahlreiche Aspekte des modernen Genossenschaftswesens. Die Schau beweist, dass viele in ihrem Alltag beinahe täglich mit Genossenschaften zu tun haben – etwa beim Einkaufen, in der Bank oder am Frühstückstisch. Fairer Handel, Gemeinwohlwirtschaft, Sharing Economy, solidarische Landwirtschaft und vieles mehr zeigen, was Einzelne tun können.

Die Idee lebt. Einer der vielen prominenten Fürsprecher ist der Fernsehjournalist Manuel Andrack, der sich bereits Mitte März auf den Weg gemacht hat, um die Spuren von Raiffeisen und von Genossenschaften in der Gegenwart zu erforschen. Eine Wandertour führte ihn zu historischen Stätten und zu Genossenschaften zwischen Kiel und Freiburg. „Ich finde das Erbe Friedrich Wilhelm Raiffeisens und die Modernität seiner Genossenschaftsidee total spannend und immer noch zeitgemäß“, sagt er.

Grabpflege in Köln

Seit 1959 eine starke Gärtner-Gemeinschaft

40 Fachbetriebe sind in der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner eG organisiert. Seit der Gründung vor 59 Jahren widmet sich der Verbund in Köln der treuhänderisch abgesicherten Dauergrabpflege. Zufriedene Neukunden und die stark nachgefragten Bestattungsgärten in Köln und Umland belegen das Vertrauen der Bürger. Die unternehmerisch selbstständigen Friedhofsgärtnereien stehen dabei als Dienstleister jedem zur Verfügung, der eine Grabstätte neu anlegen möchte oder langfristig pflegen muss. Sie beraten zur kreativen Gestaltung und setzen diese auf 55 städtischen Friedhöfen in allen Stadtteilen Kölns handwerklich um. Die Genossenschaft kontrolliert und dokumentiert deren Arbeit vor Ort, sodass sie einen wichtigen Beitrag für lebendiges Gedenken und gepflegte Friedhöfe leistet. Im akuten Trauerfall oder bereits zu Lebzeiten bietet sie eine umfassende Vorsorge.

www.friedhofsgaertner-koeln.de
www.bestattungsgaerten.de
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