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Jürgen Güse, Markus Schwarz und Josef Zander (v. l.) möchten in der kommenden Session gute Laune verbreiten Bild: Kay-Uwe Fischer

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Und dann ist dieses Kribbeln wieder da Vorstellung 2.0: Nach einer extrem eingeschränkten Session ist das designierte Thorrer Dreigestirn jetzt wieder voll im Karnevalsmodus und spricht über die Achterbahnfahrt der Gefühle

27.09.2021

Schunkeln, singen, feiern: Das soll in der Session 2021/2022 wieder machbar sein. Sitzungen, Bälle und Partys sind möglich für Geimpfte und Genesene. Mit negativem PCR-Test sollen auch Ungeimpfte teilnehmen können. Das ist das Ergebnis eines Treffens von Vertretern der NRW-Landesregierung und einer Delegation von Repräsentanten der rheinischen und westfälischen Karnevalshochburgen sowie des Bunds Deutscher Karneval (BDK). Festgehalten in der Coronaschutzverordnung vom 17. August, gibt es keine zahlenmäßige Beschränkung. Eine Nachricht, die dem Dreigestirn aus Berg– heim-Thorr gute Laune macht. „Eigentlich wollten wir vom Thorrer Schnauzerballett in der Session 2020/2021 mit einem Dreigestirn das 33-jährige Jubiläum feiern. Drei Sessionen nach unserem letzten Tanz im Oktober 2017“, blickt Prinz Markus I. (Schwarz) auf die ausgefallene Session zurück.


"Wir müssen gestehen: Irgendwann sind wir in ein emotionales Loch gefallen"


Anders als gedacht

„Wir hatten alles fertig geplant: Proklamation, die erste Schnauzer-Mädchensitzung, Vorfreude, wieder auf der Bühne zu stehen, befreundete Karnevalsgesellschaften zu besuchen, dem Publikum Freude und Spaß zu bereiten – und dann kam es total anders“, erzählt sich der Frontmann und Chef der legendären Männertanzgruppe. „Was folgte, waren Frust und Enttäuschung pur!“ Gefühle, die alle Tollitäten teilten, die auf ihre Regentschaft verzichten mussten. „Wer die Schnauzer kennt, weiß, dass wir nicht so schnell aufgeben. Also, was tun?“, ergänzt Schwarz.
  

Ein Dreigestirn, fünf Freunde: die designierten Tollitäten mit Fahrer und Prinzenführer Bild: Michael Ulbrich
Ein Dreigestirn, fünf Freunde: die designierten Tollitäten mit Fahrer und Prinzenführer Bild: Michael Ulbrich

Um ein Jahr verschoben

Es folgten Gespräche mit der KG und den Familien. Die Entscheidung war schnell getroffen: „Wir verschieben alles um ein Jahr, das sind wir unseren Freunden und Fans schuldig. Es gab nur positive Rückmeldungen von allen, die eine Karte hatten, ganz wenige, die eine Rückgabe wollten. Das war schon beeindruckend.“ Doch die Luft war raus, auch dem geschuldet, was im Jahr 2021 noch so kommen mag. „Nichtsdestotrotz mussten wir in die Planung gehen. Und schon war es wieder da, dieses Kribbeln und die Vorfreude. Auch der Zuspruch nach unserer Vorstellung 2.0 über die sozialen Medien war enorm“, freut sich Schwarz.
  
Spaß und Freude bereiten

Und nun sind Bauer Josef (Jupp) Zander, Jungfrau Jürgen Güse, Prinzenführer Dirk Meier-Ewert, Fahrer Rolf Bücker und der designierte Prinz Markus I. wieder voll im Karnevalsmodus. „Wer uns und mich kennt weiß, dass wir es lieben, den Menschen ein wenig Spaß und Freude zu bereiten.“ Die Frage, ob die kommende Session unter dem Zeichen der 3-G-Regelung stattfinden soll, beantwortet Markus Schwarz mit einem klaren „Ja“. Nicht nur für alle Dreigestirne, Karnevalisten und Gesellschaften, sondern für die gesamte Branche sei das die richtige Entscheidung. Ob ein kostspieliger PCR-Test eine zu hohe Hürde zum Mitfeiern sei? „Nein! Diejenigen, die karnevalsjeck sind und feiern möchten, werden das auch in Kauf nehmen mit einem PCR-Test.“
  

Fünf Freunde

„Und so gehen wir fünf mit voller Freude und Zuversicht in die kommende Session. Auch als gutes Beispiel von Integration: Der Prinz kommt aus dem Saarland, die Jungfrau ist aus dem Schwabenland und der Bauer ne kölsche Jung, genau wie der Prinzenführer und der Fahrer.“

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