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Die Wurzeln liegen im Stadtteil: Das offizielle Motto der diesjährigen Session „Et Hätz schleiht em Veedel” trifft auf die Große Junkersdorfer voll zu

Bei der Auftaktveranstaltung in Junkersdorf herrscht Konzertatmosphäre Fotos: zVg

Große Junkersdorfer 

Ende der Auszeit: In der kommenden Session nimmt die Große Junkersdorfer von 1973 e. V. (GJ) wieder am Rosenmontagszug teil. Das Herz des Junkersdorfer Karnevals aber schlägt im eigenen Veedel. Die Veranstaltungen der KG im Ort – egal ob in der Mehrzweckhalle der Ildefons-Herwegen-Schule, der vereinseigenen Stammkneipe, dem Junkersdorfer Hof und beim Umzug durch das Veedel – bilden den eigentlichen Schwerpunkt des Fastelovends. Dort liegen die Wurzeln der örtlichen Traditionen, dort hat die Große Junkersdorfer ihren Ursprung.

Gestaltung der Orden

„Junkersdorf braucht eine eigene Karnevalsgesellschaft“, entschied Gerhard Klein auf einem Ball der Römergarde Weiden. Das war die Geburtsstunde der GJ. Mit 24 Personen wurde die Gesellschaft am 25. Februar 1973 gegründet. Bis heute ist der Verein auf seinen Stadtteil stolz. „Et Hätz schleiht em Veedel” lautet bekanntlich das Motto für die Karnevalssession 2020, wie das Festkomitees Kölner Karneval bekannt gegeben hat. Das hat die Große Junkersdorfer gerne in die Gestaltung ihrer diesjährigen Orden aufgenommen. Denn es passt einfach zu gut zum Veedelsstolz dort im Westen. Und deshalb heißt es „Uns Hätz schleiht för Junkersdorf“ auf dem herzförmigen Sessionsorden der Lila-Goldenen Karnevalsgesellschaft. Im Zentrum ist die Junkersdorfer „Skyline“ mit den drei Kirchtürmen zu erkennen. Der funkelnde Damenorden mit seinen vielen Steinen hat ebenfalls eine Herzform. Ebenso passend zum Veedelsmotto zeigt der „Senats-Zogpin“ einen Bus mit einer Gruppe aus dem Umzug am Veilchendienstag und widmet diesen dem „Veedelstum“, der Gruppe der Nachwuchs-Karnevalisten der Großen Junkersdorfer.

Vorbereitungen auf das Jubiläum

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Die Planungen für das Jubiläum 2023 zum 50-jährigen Bestehen sind bereits jetzt im Gang. Im neu gegründeten Archiv der Großen Junkersdorfer in der Langgasse hat sich schon eine Menge getan. Bei Hans Hackenbroch konnte der Verein ein Lager und einen Büroraum anmieten. Der Bürotrakt wurde von den Mitgliedern mit zwei Arbeitsplätzen und entsprechender Technik ausgestattet. Das Lager ist ebenfalls vorläufig eingerichtet. „Inzwischen wurde auch ein Schrank aufgestellt, in dem wir alle Sessionsorden sammeln, es fehlen nur noch einige Damenorden“, erklärt Pressesprecher Dr. Reiner Selbach und fügt hinzu, dass drei Mitglieder der Gesellschaft auf Einladung des Festkomitee Kölner Karneval an einem Archivseminar teilgenommen haben. „Lernen von den Großen“, wie Selbach sagt. Immer öfter durchstöbert das Trio noch spät abends alte Ordner, Alben und Kisten oder scannt alte Fotos und historische Zeitungsberichte ein. Wenngleich sich die KG bei weitem nicht mit den Archiven der großen Traditionsvereine messen kann, so ist zumindest ein guter Anfang gemacht.

"Der Schrank für die Devotionaliensammlung wurde bereits aufgestellt"

Aufbau eines Archivs

Mit Blick auf die Erstellung einer Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum ruft der Vorstand der Großen Junkersdorfer dazu auf, Regale, Keller und Speicher zu durchforsten, um die Sammlung weiter zu füllen. Der Verein freut sich über historische Dokumente wie Registerunterlagen, Satzungen, Protokolle, Beschlüsse, Urkunden, Einladungen oder Eintrittskarten. Nach Fotos oder Presseartikeln aus den 1970er- und 1980er-Jahren wird gleichfalls gefahndet. Außerdem soll das Archiv weiter mit alten Sessions- und Damenorden, Zogpins oder Ehrenabzeichen ergänzt werden. Ein Bonmot wären Uniform-Mützen oder sonstige Kleidungsstücke, mit denen pfleglich umgegangen wurde. Es ist natürlich ebenso möglich, einzelne Exponate nur kurzfristig zur Digitalisierung einzureichen.

Das ganze Jahr aktiv

Die GJ ist auch in der Sommerzeit aktiv und versucht, interessante Veranstaltungen anzubieten. Dazu zählten ein Golfturnier auf der Anlage des Clubs Velderhof und eine Dombesichtigung. Im Juli bewarben sich 25 Golfspieler um den Wanderpokal des Präsidenten in einem Neun-Loch-Turnier. Zudem wurde erstmalig ein Schnupperkurs für zehn Golfneulinge angeboten. „Himmel und Ääd“ hieß es überdies im September bei zwei getrennten Führungen unter und auf den Dom.
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