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„Gemeinsam etwas bewegen“: Eine Inititative in Bergisch Gladbach zeigt, wie nötig und einfach umweltbewusstes Handeln sein kann

Ron Woydowski von den Klimafreunden Rhein-Berg leistet in Schulen Aufklärungsarbeit zum Thema Umweltschutz. Foto: D. Welschenbach

Die Klimafreunde Rhein-Berg haben genug gehört, passiert sei so gut wie nichts. Politik und Industrie offenbar zu eng verbandelt, die wirtschaftlichen Interessen zu groß, um der Umweltmisere mit Leidenschaft, Entschlossenheit und Tatendrang begegnen zu wollen. „Wir können nicht noch länger warten. Wir haben schon zu viel Zeit vergeudet. Wir müssen jetzt etwas tun, um das zu verhindern, was sehr bald unumkehrbar sein wird“, sagt Stefan Häusler. Der 57-Jährige hat Anfang Juni gemeinsam mit seiner Ehefrau Heike Häusler und Ron Woydowski die Bürgerinitiative Klimafreunde Rhein-Berg ins Leben gerufen.

Aktives Mitgestalten

Global denken, lokal handeln. Diesem Leitgedanken haben sich die drei engagierten Bergisch Gladbacher verschrieben, um direkt vor Ort im ländlichen Raum Rhein-Berg möglichst viele Menschen für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren und ein aktives Mitgestalten zu begeistern. Oft fehle es einfach nur am Bewusstsein, was Klimaschutz im Alltag bedeute. Jeder könne eine Menge tun und damit nachhaltiger und klimaschonender handeln, findet Häusler. Der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter, Müllvermeidung oder -reduzierung, Carsharing oder bei kurzen Fahrten häufiger das Fahrrad zu nutzen seien nur einige Möglichkeiten, um einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. „Unsere Macht als Verbraucher ist ein unglaublich starkes Instrument. Gemeinsam haben wir ein riesiges Potenzial, etwas zu bewegen. Wir brauchen Mitstreiter in allen Bereichen“, sagt Häusler.

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Langfristig denken

Die weltweiten Protestbewegungen fordern die Politik deutlich zum Handeln auf. Auch in Deutschland, wo die Bürgerschaft bei den jüngsten Landtagswahlen einigen etablierten Gruppierungen aufgrund ihrer wenigen Klimaschutzbemühungen deutlich machten, was sie davon halten. Diesen Weg gelte es fortzusetzen. „Es wird jedoch definitiv preiswerter sein, wenn wir es jetzt tun. Die Technologien sind vorhanden, um den CO2-Ausstoß massiv zu verringern“, sagt Woykowski. Wenn die Erderwärmung heftiger voranschreitet, wird es bald zu massiveren Problemen führen. Dies würde ein Vielfaches von dem kosten, zeichnet Stefan Häusler ein keineswegs unrealistisches Szenario.

Regelmäßige Veranstaltungen

Die Eheleute Häusler gehen mit gutem Beispiel voran und leben nahezu klimaneutral. In der Einfahrt steht ein Elektrofahrzeug und auf dem Dach des Einfamilienhauses ist eine Photovoltaikanlage installiert. Der Stromspeicher im Keller macht das Ganze zu einem lohnenden Geschäft. „Klimaschutz macht einen Riesenspaß und hilft Kosten zu sparen. Das Leben ist schön. Und damit es so bleibt und auch noch in 30 Jahren so sein wird, müssen wir jetzt alle anpacken.“ Dass die Bemühungen keineswegs vergebens sind, hat Häusler im Braunkohlentagebau selbst miterlebt. Ein Erlebnis, dass „an die Nieren ging. Aber wenn diese Menschen nicht gewesen wären, wäre der Hambacher Forst schon lange weg.“ Das Gründerteam plant, schon in Kürze regelmäßige Informationsveranstaltungen durchzuführen und ist bestrebt, dass Thema Klimaschutz mittels Vorträgen und Diskussionsrunden in Schulen, Kindergärten sowie Unternehmen zu tragen. Wer die Klimafreunde Rhein-Berg unterstützen und Teil des Netzwerks werden möchte, Fragen oder Anregungen hat, kann sich mit den Umweltaktivisten zunächst per E-Mail (info@klimafreunde-rheinberg.de) in Verbindung setzen.

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WIEDER DA: DECKE BUNNE KIRMES

Eine Inititative in Bergisch Gladbach zeigt, wie nötig und einfach umweltbewusstes Handeln sein kann Image 1
Die Decke Bunne Kirmes (12. bis 14. Juli) hat nach fünf Jahren Pause unter der Leitung der Interessengemeinschaft Herkenrather Kirmes und der Unterstützung zahlreicher Mitstreiter wieder ein flottes Programm auf die Beine gestellt. Start ist am Freitag ab 19 Uhr bei einem Open-Air-Konzert mit zwei Livebands. Anmeldungen für das legendäre Schürreskarrenrennen nimmt Mario Timm (info@decke-bunnekirmes.de) entgegen.

DIE DOSIS MACHTS

Kohlenstoffdioxid (CO2) ist ein Gas und von Natur aus in der Luft enthalten. Es entsteht zum Beispiel, wenn Erdöl oder Kohle verbrannt werden – also in Fabriken, beim Heizen, Autofahren und Fliegen. Wird zu viel Kohlenstoffdioxid produziert, können Pflanzen nicht alles umwandeln und es bleibt in der Luft. Das ist gefährlich, weil es die Ozonschicht verschmutzt.
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