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Ein Stadtteil mit langer Geschichte: Bickendorf im kölschen Westen hat sich zu einem attraktiven Stadtteil entwickelt

Die Rochuskapelle im Herzen des Veedels Foto: Wingens

Die frühesten Spuren menschlichen Lebens auf dem Gebiet des heutigen Kölner Stadtviertels Bickendorf datieren Forscher bereits auf die Phase vor unserer Zeitrechnung zurück. Das verraten archäologische Artefakte, die Rückschlüsse auf erste Niederlassungen zulassen. Schriften aus dem 13. Jahrhundert beweisen dann die dortige Existenz von Klostergütern. Die folgende Zeit blieb Bickendorf zunächst ein idyllisches Bauerndorf mit wenigen hundert Einwohnern.

Schöne Häuschen

Einen bemerkenswerten Zustrom an Menschen verzeichnete das Veedel erst nach dem Ersten Weltkrieg. Der Grund: Die Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Wohnungsbau – in der Domstadt besser als GAG bekannt – baute dort rund 600 Kleinwohnungen. Später folgten weitere Projekte wie beispielsweise das Errichten gemütlicher Einfamilienhäuser. Maßnahmen, die über die Jahrzehnte ihre Wirkung zeigten: Laut offizieller Statistik der Stadt Köln lebten Ende 2017 mehr als 16.000 Menschen in Bickendorf, das sich längst zu einer attraktiven Wohngegend gemausert hat.

Sehenswerte Bauten

Wer heute durch das Veedel schlendert, sollte unbedingt einen Halt an der ein oder anderen Sehenswürdigkeit machen. Zunächst wäre da die Rochuskapelle zu nennen, die 1733 gebaut wurde. Gewidmet war das älteste Gebäude im Stadtteil dem Schutzheiligen gegen die Pest, St. Rochus. Der das Gotteshaus umgebende Rochusplatz soll in der nahen Zukunft deutlich aufgewertet werden, damit er sich zum Zentrum des Viertels mit hoher Aufenthaltsqualität entwickeln kann.

Treuer Husar

Als wichtigstes Gotteshaus Bickendorfs löste die Rochuskirche die Kapelle im 19. Jahrhundert ab. Sie wurde 1849 fertiggestellt und schließlich 1869 eingesegnet. Im Zweiten Weltkrieg fiel die Kirche den Bomben zum Opfer und wurde anschließend am gleichem Ort wieder aufgebaut. Der letzte Hingucker auf dem historischen Veedelsspaziergang ist der Husarenbrunnen. Das 1928 von Max Euringer geschaffene Wasserspiel ziert eine Figur, der sogenannte „treue Husar“. Mit ihrem Akkordeon, dem „Quetschbüggel“, ist sie Symbolfigur des fröhlichen Bickendorfers.

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