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Einen Wechsel des Motorenöls und des Filters können Autofahrer schmutz- und stressfrei in einer Werkstatt erledigen lassen Bild: uwimages/stock.adobe.com

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Kurze Strecken im Winter gehen auf den Ölverbrauch Ein regelmäßiger Austausch des Schmierstoffs erhöht die Lebensdauer des Motors

2.02.2021

Selbst bei Minusgraden im Winter sollten Autofahrer regelmäßig den Motorenölstand ihres Fahrzeugs kontrollieren. „Die Außentemperatur spielt beim Nachfüllen keine Rolle“, sagt Thorsten Rechtien, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland, und ergänzt: „Allerdings sollte es möglichst vermieden werden, eiskaltes Öl – etwa aus der unbeheizten Garage – in ein heißes Aggregat zu kippen.“

Maximal-Markierung beachten

Die Prüfung des Ölstandes erfolgt bei abgekühltem Motor. Nach einer kurzen Warmlaufphase, zum Beispiel dem Weg zum Bäcker und zurück, den Motor einige Minuten abkühlen lassen. Dabei das Fahrzeug waagrecht abstellen. Der Füllstand sollte zwischen der Minimum- und Maximum-Markierung liegen. Die Menge zwischen den Einkerbungen des Messstabs steht in der Kfz-Betriebsanleitung.

„Beim Nachfüllen darauf achten, dass nicht zu viel Öl eingefüllt wird. Das ist schädlich, kann zur Schaumbildung und damit zum Abriss des Schmierfilms führen“, unterstreicht der TÜV Rheinland-Fachmann. Doch welches Öl ist für welchen Motor geeignet? Häufig hilft ein Blick auf den Ölzettel vom letzten Wechsel. Entscheidend sind allein die Freigaben der Automobilhersteller. Sie finden sich in der Betriebsanleitung und auf den Etiketten der Öldosen – beispielsweise VW 507 00 oder BMW Longlife-04. Wenn möglich, wegen der unterschiedlichen Zusätze bei demselben Produkt bleiben und nicht mischen. Generell ist Vorsicht geboten, denn die Viskositätsklassen werden oft mit Herstellerfreigaben gleichgesetzt. Doch Viskosität definiert lediglich das Fließverhalten einer Flüssigkeit. „Mehrbereichsöle müssen beides können, also über einen weiten Temperaturbereich die erforderliche Schmierung sicherstellen“, erklärt der TÜV-Experte.

Wie oft wechseln?

In der Regel alle 10.000 Kilometer oder alle zwölf Monate. Bei vielen Kurzstrecken im Winter ist ein früherer Wechsel anzuraten. (mit Material vom TÜV Rheinland)