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Fahrzeuge, wie sie bereits auf den Straßen Hamburgs unterwegs sind, könnten in Köln ebenfalls zum Einsatz kommen

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Pilotversuch für On-Demand-Busangebot Das Projekt soll laut einem Ratsbeschluss bis Ende 2020 umgesetzt werden

23.04.2020

Noch in diesem Jahr soll ein Pilotversuch zum Aufbau eines On-Demand-Angebots als Ergänzung des bestehenden ÖPNV-Angebots an den Start gehen. Dies beschloss der Rat der Stadt Köln in einer Sitzung am 6. Februar. Das System soll positive Effekte für die Verkehrswende erzielen – vor allem dort, wo momentan noch vorwiegend der Individualverkehr genutzt wird. Das Angebot wird Teil des öffentlichen Dienstleistungsauftrags zwischen der Stadt Köln und den Kölner Verkehrs-Betrieben. Auf Basis des Beschlusses bereiten Verwaltung und KVB nun einen konkreten Vorschlag zur Einführung des On-Demand-Systems vor und legen ihn bis Ende April den politischen Gremien zum Beschluss vor.

Buchung per App. Nach bisheriger Planung soll mit zehn elektrisch betriebenen Kleinbussen zunächst die Erschließung von ausgewählten Stadtvierteln verbessert werden, in denen keine großen Busse oder Stadtbahnen fahren. Die Wagen sollen nachfrageorientiert sowie unabhängig von festen Routen und vorgegebenen Fahrplänen als zusätzliches Angebot zur Verfügung stehen. Mehrere Kunden teilen sich ein Fahrzeug und werden – nach Buchung per App – an einer bestehenden oder virtuellen Haltestelle abgeholt und zu ihrem Ziel gebracht.

Ausschreibungen folgen. Das System kombiniert ähnliche Start- und Zielpunkte und berechnet die optimale Route. Die Kleinbusse dienen wochentags zur Feinerschließung von Quartieren und werden am Wochenende als Nacht-Shuttle im Innenstadtbereich eingesetzt. Derzeit fi ndet eine Potenzialanalyse für die Bediengebiete statt, auf deren Basis das Angebotskonzept erarbeitet wird. Daran anschließend erfolgen die Ausschreibungen für Software und Fahrzeuge.

Infrastruktur schaffen. Die Software beinhaltet unter anderem den Algorithmus zur Steuerung der On-Demand-Verkehre sowie eine App für die Kunden und die Fahrer. Darüber hinaus sollen eine Verknüpfung mit der KVB-App, eine Integration in das bestehende Tarifsystem sowie der Verkauf von Tickets im Fahrzeug erfolgen. Zudem müssen auf einem Betriebshof der KVB die benötigte Ladeinfrastruktur aufgebaut sowie eine Software beschafft werden. Die Kosten für die geplante Offerte werden inklusive des benötigten Fahrpersonals bei rund einer Million Euro pro Jahr liegen.

Umstieg auf ÖPNV. „Mit dem On-Demand-Verkehr wollen wir einen weiteren Beitrag im Rahmen der Daseinsvorsorge in Köln leisten, um noch mehr Menschen zu einem Umstieg vom motorisierten Individualverkehr auf klimafreundlichere öffentliche Angebote zu motivieren“, erklärt Stefanie Haaks, Vorstandsvorsitzende der KVB. Ziel ist es, noch im Jahr 2020 das räumlich begrenzte Pilotprojekt zur Feinerschließung zu starten, sofern die Auswirkungen der Corona-Pandemie den Auftakt nicht verzögern.


Gedenkfeier zum Einsturz des Stadtarchivs

Bauliche Vorleistungen für die Sanierung des Gleiswechsels am Waidmarkt sollen in Kürze beginnen

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker sprach im Rahmen der Gedenkveranstaltung
Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker sprach im Rahmen der Gedenkveranstaltung

Elf Jahre nach dem Einsturz des Historischen Archivs und zweier angrenzender Wohnhäuser fand am 3. März an der Baugrube am Waidmarkt eine Gedenkfeier statt. Oberbürgermeisterin Henriette Reker erinnerte an die beiden jungen Männer, die bei diesem tragischen Unglück ihr Leben verloren hatten. Wie in jedem Jahr hatte die Stadt Köln zwei Blumenkränze am Bauzaun gegenüber dem Lokal „Papa Rudi‘s“ anbringen lassen. Zum damaligen Zeitpunkt des Einsturzes um 13.58 Uhr wurde eine Schweigeminute abgehalten.

Eindeutige Ursache. Der Strafprozess, bei dem zweifelsfrei festgestellt wurde, dass der Einsturz durch einen von den ausführenden Firmen verursachten Baumangel herbeigeführt wurde, wurde bereits im Februar 2019 abgeschlossen. Da die Arge Los Süd die Ursache jedoch weiterhin bestreitet und in Anbetracht der enormen Schadenshöhe, führt der Sachverständige des Landgerichts, Prof. Hans-Georg Kempfert, dennoch weitere Ergänzungserkundungen in der Besichtigungsbaugrube durch. Hierbei wird das Erdreich bis zu einer Braunkohleschicht in rund 33 Metern Tiefe ausgehoben. Voraussichtlich wird die Beweisaufnahme im Sommer abgeschlossen sein. Danach kann die Besichtigungsbaugrube verfüllt und im Frühjahr/Sommer 2021 voraussichtlich mit der Sanierung des Gleiswechselbauwerkes begonnen werden. Sanierung und Fertigstellung werden rund sechs bis sieben Jahre in Anspruch nehmen.

Neue Brücke. In Hinblick auf die anstehende Sanierung des Gleiswechsels muss die Hilfsbrücke am Waidmarkt aus statischen Gründen zurückgebaut und neu errichtet werden. Dies soll zeitnah geschehen, um weitere Bauzeitverzögerungen zu vermeiden. Die Arbeiten werden bis zu einem Jahr in Anspruch nehmen. In dieser Zeit ist die Straße an dieser Stelle aufgrund der beengten Platzverhältnisse nur für Fußgänger nutzbar. Der Rad- und der Autoverkehr müssen umgeleitet werden. Der konkrete Baubeginn steht derzeit noch nicht fest. Begonnen werden soll mit den Arbeiten direkt nach dem Vorliegen aller benötigten Genehmigungen – gegebenenfalls Mitte/Ende Mai.
  

Kurztakt

Das Projekt soll laut einem Ratsbeschluss bis Ende 2020 umgesetzt werden Image 1

KVB-Shop

Einkaufsbummel im Internet

Der Start war vielversprechend: Seit Anfang Februar der KVB-Shop eröffnet wurde, machten sich mehrere Tausend Menschen auf zu einem „Online-Einkaufsbummel“. Unter der Adresse www.kvb-shop.de bietet der digitale Shop eine Vielzahl schicker und nützlicher Produkte rund um die KVB, die bei den Kunden ganz offensichtlich sehr gut ankommen – vom eigens entwickelten Memo-Spiel über Ladestationen fürs Handy, Frühstücksbrettchen, Busmodelle, Lego-Stadtbahnen, Busmodelle, Feuerzeuge bis zu Tragetaschen, Minipuzzle und vielem mehr.
   

Schon seit längerer Zeit wurde von zahlreichen Kunden immer wieder der Wunsch an die KVB herangetragen, solche Artikel zu verkaufen. Diesem Anliegen ist das Unternehmen jetzt nachgekommen. Dabei ist es im KVB-Shop so wie in jedem guten Geschäft: Die Produktpalette wird ständig überprüft, weiterentwickelt und aktualisiert.

Die Ideen für neue Artikel sind da und werden nach und nach realisiert. Die gesamte Abwicklung des Shops übernimmt die Firma SLG mit Sitz in Kerpen, die die Waren per Paketdienst versendet. Die Artikel können mit oder ohne vorherige Registrierung bestellt werden. Bezahlt werden kann per Kreditkarte, über PayPal und mit Vorkasse. Übrigens: Die Produktinfos im KVB-Shop gibt es zusätzlich auf Englisch – und Kölsch.

www.kvb-shop.de