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Viele Bienen sind vom Aussterben bedroht Bild: pw-fotografie/stock.adobe.com

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Lebensräume für Bienen schaffen Ob auf dem Balkon oder der Fensterbank – Jeder kann bedrohten Insekten ein Zuhause bieten

9.04.2020

Bienen spielen im Naturkreislauf eine wichtige Rolle. Doch viele Honig- und Wildbienen sind in ihrem Überleben bedroht. Krankheitserreger, Monokulturen in der Landwirtschaft und der Klimawandel sind Ursachen. Dabei kann jeder Einzelne dazu beitragen, den Bienen und anderen Insekten Nahrung zu bieten. Denn rund 80 Prozent unserer Nutzpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Insofern tun Gartenbesitzer und Hobbygärtner mit der richtigen Pflanzenauswahl einen wichtigen Dienst.
  

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Die richtigen Pflanzen

Apfelbäume, Kräuter wie Oregano und Basilikum sowie Pflanzen wie Waldbeeren oder Löwenzahn sind ideale Nahrungsquellen für die kleinen Lebewesen. Das Anlegen von entsprechenden Beeten und Pflanzen von Bäumen kann viel für das Nahrungsangebot tun. Dabei ist der richtige Standort wichtig. In den Baumschulen vor Ort finden sie Informationen und wertvolle Anregungen, welche Bienengehölze wo am besten gedeihen. Übrigens: Viele exotische Pflanzen wie Bambus oder Kirschlorbeer sind für Bienen und Insekten eher wertlos und bieten keinerlei Nahrung. Auf sie muss nicht verzichtet, ergänzend sollte auf insektenfreundliche Pflanzen geachtet werden.


"Rund 80 Prozent der Nutzpflanzen sind auf Bestäubung angewiesen"


Ganzjährig planen

In den warmen Jahreszeiten herrscht ein relativ großes Angebot an bienenund insektenfreundlichen Pflanzen Zum Herbst hin wird es problematischer. Während Ahorn oder Haselnuss im Frühjahr und Himbeeren oder Hortensien im Sommer gute Nahrungslieferanten sind, gibt es im weiteren Verlauf des Jahres oft nicht genügend Spätblüher. Efeu, Kapuzinerkresse oder Schneeglöckchen liefern in der kalten Jahreszeit genügend Nahrung. Fachberater erklären umfassend darüber, welche Bienennährgehölze für Garten, Terrasse oder das Fensterbrett geeignet sind. (akz)
  

Gesund und lecker

Anbau im eigenen Garten

Ob auf dem Balkon oder der Fensterbank – Jeder kann bedrohten Insekten ein Zuhause bieten Image 2

Selbst geerntet schmeckt es einfach am besten

Frisch geerntet, direkt aus dem eigenen Garten oder vom Balkon schmeckt Obst und Gemüse einfach am besten. Selbergärtnern liegt im Trend und ist eine Freizeitbeschäftigung, bei der meist auch die Kinder gerne mithelfen. Ein großer Vorteil der eigenen Ernte ist, dass Besitzer genau wissen, wie und womit die Pflanzen während des Wachstums behandelt wurden. Wer zu 100 Prozent Bioqualität anbauen will, kann heute aus einer Vielzahl an Bio-Düngern auswählen, die etwa im Fachhandel oder in Baumärkten erhältlich sind. (djd)