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Weihnachten anno dazumal: Am 15. Dezember geht es im LVR Freilichtmuseum Lindlar um Festtraditionen früherer Tage

In den Museumshäusern können Besucher den Wandel des Festes im Laufe der Jahrhunderte erleben Bild: Inga Sprünken

Weihnachten ist eine Zeit, in der viele Menschen an ihre Kindheit zurückdenken. Bei Großmutter wartete in der guten Stube ein festlich gedeckter Kaffeetisch. Daneben stand eine Fichte als Weihnachtsbaum, geschmückt mit Strohsternen und einfachen Kerzen. Genau in diese Zeit zurückversetzt fühlen sich Besucher beim „Advent im Museum“: Am Sonntag, 15. Dezember, sind von 10 bis 18 Uhr viele Stuben in den historischen Häusern des LVR Freilichtmuseums Lindlar festlich dekoriert. In der „Restauration Fritz Römer“, einer alten Fuhrmannskneipe aus Wuppertal, wird deutlich, dass die Gastwirtsfamilie zu den besser betuchten Bürgern gehörte. Das zeigt sich an der Dekoration des Weihnachtsbaumes, am festlich gedeckten Tisch und an den ausgestellten Geschenken, zu denen sogar eine kleine Dampfmaschine gehört.
   
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Deftige Suppe frisch vom Herd

Vom einfachen, mit Plätzchen behangenen Christbaum aus dem Jahr 1850, etwa in Gut Dahl, bis zur „modernen“, mit Lametta und bunten Kugeln geschmückten Version der 1960er-Jahre im Haus Peters können die Besucher den Wandel des Festes im Laufe der Jahrhunderte erleben. Die Weihnachtsbaum-Tradition setzte übrigens erst um 1800 ein – und zwar überwiegend in protestantischen Familien. Für die Katholiken war die Krippe das wichtigste Element, zu finden im Haus Peters.
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Dort bereitet „Bauersfrau Leni Rüger“ auf einem mit Feuer erhitzten Herd frische Linsensuppe zu und zeigt, wie Kakao gemahlen wurde. Die beim Museum angestellte Hauswirtschafterin kocht nicht nur im Advent. Sie bereitet auch regelmäßig Speisen für die Museumsmitarbeiter zu, die auf dem Gelände unter anderem eine Schaulandwirtschaft mit gefährdeten Nutztierrassen betreiben.

Kleine Geschenke erstehen
  
Bild: Inga Sprünken
Bild: Inga Sprünken
Das Weihnachtsambiente in den historischen Stuben wird ergänzt durch rund 60 Aussteller, die in den Häusern, Scheunen und Stallungen ihre Waren feilbieten. Dazu gehören Kunst und Kunsthandwerk, Selbstgebranntes, Senf und Öle, Gebackenes, Handgefertigtes, Geschmiedetes oder Weihnachtsdekorationen aus Holz und Leder. Darüber hinaus gibt es allerlei Leckereien direkt vom Erzeuger wie Honig und Gebäck, diverse Käse-, Schinken- und Wurstsorten. Zwischen den einzelnen Stationen erleuchten Laternen die Wege. Der Nikolaus zieht mit Bischofsstab und einem großen Sack seine Kreise und verteilt Süßigkeiten an die Kinder.

"Der Nikolaus ist unterwegs und verteilt Süßes an die Kinder"

Märchen und Mitmach-Aktionen

Neben Handwerksvorführungen etwa beim Seiler, Schmied, im Hammerwerk oder beim Bandweber, erwartet die Gäste ein Fest für alle Sinne. Denn überall duftet es verführerisch nach Zimt, Punsch und Glühwein – oder nach frisch gebackenem Brot. Ein Bäcker bereitet im Holzofen einen bergischen Stollen zu. Im Gartenlokal des „Lingenbacher Hofs“, dem originalgetreu nachgestellten Museumsgasthof, locken heiße Suppe und warme Getränke. Für die jungen Gäste gibt es spannende Mitmach-Aktionen wie Basteln in der Weihnachtswerkstatt oder Unterhaltung durch Märchenerzählerinnen oder ein Papiertheater. Im Obergeschoss von Gut Dahl, der Museumherberge, in der bei Aktionen im Museum übernachtet werden kann, werden Weihnachtslieder zum Mitsingen gespielt. Der Eintritt kostet für Erwachsene neun Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zahlen nichts.

www.freilichtmuseum-lindlar.lvr.de
  

Blick zurück

Der Adventskranz wurde 1839 von dem Hamburger Erzieher Johann Hinrich Wichern erfunden. Er bastelte einen Holzkranz mit 23 Kerzen, um den Kindern im Waisenhaus das Warten auf Weihnachten zu verkürzen. An jedem Tag wurde eine Kerze angezündet. Ab 1900 begann sich die Tradition zu verbreiten. 

Grusswort

Liebe Leserinnen und Leser,

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die Gemeinde Lindlar ist ein beliebter Wohn- und Arbeitsort. Viele junge Familien finden ihren Lebensmittelpunkt in unserer schönen Gemeinde. Der Bedarf an Kita-Plätzen wächst, unsere Schulen stellen sich auf steigende Schülerzahlen ein.

Dass unsere Gemeinde so attraktiv ist, hat gute Gründe: Dazu gehören unsere besonderen Stärken im Vereinsleben und beim ehrenamtlichen Engagement, die gerade in den Bereichen Sport, Soziales, Kultur, Brauchtums- und Heimatpflege besonders ausgeprägt sind. Unsere schönen Kirchdörfer sind aktiv und lebendig.
  
Foto: Thomas Laue
Foto: Thomas Laue
Bei uns gibt es besondere Orte wie :metabolon, das LVR-Freilichtmuseum, den Freizeitpark, das Hallenbad, den Skaterpark, das 2T-Gelände mit Kletterhalle und vielen attraktiven Veranstaltungen oder die ausgedehnten Wanderwege, die Menschen aller Altersgruppen begeistern und aus nah und fern anziehen. Die zahlreichen Sport- und Freizeiteinrichtungen sind dank des gemeinschaftlichen Handelns von Rathaus, Vereinen und Ehrenamt in den letzten Jahren ausgebaut geworden. All diese Angebote und unsere reizvolle Lage sind für uns zudem ein großes touristisches Plus.

„Meine Region Lindlar“ bietet für Menschen aller Altersgruppen vielfältige Möglichkeiten – ich würde mich freuen, wenn Sie diese für sich entdecken.

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen Ihr

Dr. Georg Ludwig
Bürgermeister
  
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