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Moderne Technik verhindert Wohnungseinbrüche: Kampagne „Riegel vor! Sicher ist sicherer“ für mehr Schutz der eigenen vier Wände

Die Polizei rät: Fenster immer schließen, selbst wenn die Bewohner nur kurz weggehen Bild: meinZuhause! Messe

Bei der diesjährigen Bau- und Immobilienmesse wird die Polizei als neutrale Beratungsstelle wie ein Aussteller an beiden Messetagen Aufklärung zum sicheren Zuhause leisten. Alle vier Minuten wird in Deutschland ein Einbruch verübt. Nach den Erfahrungen der Polizei könnten mit mechanischer Sicherheitstechnik bis zu 90 Prozent dieser Straftaten verhindert werden. Über alle relevanten Möglichkeiten sowie Fördermittel zum Einbau einbruchhemmender Produkte informiert die Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis.
   
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Eingriff in die Privatsphäre

Im Vortrag „Riegel vor! Einbruchschutz aus Sicht der Polizei“ werden Experten außerdem das Konzept zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen vorstellen. Deren Zahl ging im ersten Halbjahr 2019 landesweit erneut zurück. Laut der „Sicherheit im Fokus“-Zahlen der Polizei NRW lagen sie bis Ende Juni 2019 bei circa 14.900 Fällen. Im Vorjahreszeitraum waren es knapp 17.900. In etwa der Hälfte der Fälle blieb es beim Einbruchversuch, weil die Täter nicht in die Wohnungen beziehungsweise Häuser gelangten oder nichts entwendeten. Dennoch ist das Durchwühlen von Schränken und Schubladen ein Eingriff in die Privatsphäre der Bewohner und wiegt oft schwerer als ein materieller Verlust. Es ist daher wichtig, dass Bürger sich über die Möglichkeiten des Wohnungseinbruchschutzes beraten lassen, um ihren eigenen Lebensbereich besser schützen zu können.

"Das Land NRW fördert mit günstigen Darlehen Schritte zur Diebstahlprävention"

Zu jeder Tageszeit

Mit der Kampagne „Riegel vor! Sicher ist sicherer“ gegen den Wohnungseinbruch erschwert die Polizei in NRW – unter Mithilfe der Bürger – den Tätern ihr Tun. Kern der Kampagne ist der dreifache Riegel gegen Verbrecher: Bürger sollen auf verdächtige Personen und/oder Situationen achten, im Verdachtsfall sofort die Polizei unter 110 anrufen und das Beratungsangebot der Gesetzeshüter zum Einbruchschutz nutzen. Denn fest steht: Einbrecher steigen zu jeder Tageszeit ein. Häufig geschieht es tagsüber, wenn die Bewohner „nur mal kurz weg“ sind. In den Wintermonaten machen sie sich die früh einsetzende Dunkelheit zunutze. Diebe haben es eilig und nutzen jede günstige Gelegenheit.

Wirksame Maßnahmen
  
Leichtsinn begünstigt das Einsteigen von Dieben Bild: Christian Delbert/stock.adobe.com
Leichtsinn begünstigt das Einsteigen von Dieben Bild: Christian Delbert/stock.adobe.com
Die Polizei rät, mögliche Schwachstellen von Haus oder Wohnung durch den Einbau geprüfter und zertifizierter Sicherungstechnik zu sichern, Haus- oder Wohnungstür, Fenster, Balkon- und Terrassentüren sowie die Hauseingangstür in Mehrfamilienhäusern immer geschlossen zu halten. Außerdem sollten Bewohner Kellerlichtschächte und -fenster sichern sowie die Rollläden nur nachts herunterlassen, da sonst ein unbewohnter Eindruck entstehen könnte. Bei längerer Abwesenheit sollte das Haus oder die Wohnung bewohnt aussehen. Dabei hilft unter anderem das Entleeren des Briefkastens oder das unregelmäßige Betätigen von Rollläden und Beleuchtung.

Soziale Kontrolle

Zur nachhaltigen Verbesserung der Sicherheit in Mehrfamilienhäusern und deren Umfeld müssen – neben der sicherheitstechnischen Ausrüstung von Türen und Fenstern – laut Polizei zusätzlich Empfehlungen zur kriminalpräventiven Städteplanung und Baugestaltung umgesetzt werden. Diese zielen darauf ab, die soziale Struktur – wie zum Beispiel den Zusammenhalt und das Miteinander in der Nachbarschaft sowie das Interesse am Wohnumfeld – positiv zu beeinflussen. Dadurch wachsen zugleich die soziale Kontrolle und die Bereitschaft, sich als Zeuge zur Verfügung zu stellen. Daneben sollen durch baulich-räumliche Gestaltungsmaßnahmen unter anderem Faktoren reduziert werden, die die Begehung von Straftaten begünstigen. Seit Januar 2014 fördert überdies das Land Nordrhein-Westfalen mit zinsgünstigen Darlehen im Rahmen der investiven Bestandsförderung bauliche Maßnahmen zum Schutz gegen Einbruch und zur Verbesserung der Sicherheit am und im Gebäude.
  
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