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Wie Moebius uns die Zukunft malt: Spektakuläre Ausstellung im Max Ernst Museum

Moebius, „Arzak le rocher“ (1995), Gouache und Acryl auf Papier Foto: Moebius Production

Eine verängstigte Leeloo (Milla Jovovich), die im Flug-Taxi von Korben Dallas (Bruce Willis) vor der Polizei flüchtet – diesen halsbrecherischen Auftakt des Films „Das fünfte Element“ dürfte jeder Science-Fiction-Fan noch vor Augen haben. Der gesamte Look dieses Kultfilms von 1998 – von den Raumschiffen bis hin zu den Kostümen – stammte aus der Feder von Moebius. Nur ein Beispiel von vielen Blockbustern, denen der Franzose seine Handschrift verlieh. So arbeitete er mit George Lucas („Willow“) und Ridley Scott („Alien“) zusammen. Doch Filme waren für den 2012 mit 73 Jahren in Paris verstorbenen Zeichner nur eine Möglichkeit, um Visionen real werden zu lassen. Papier war das wichtigste Arbeitsmittel für Moebius.

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Start mit Western

Begonnen hat alles mit dem Wilden Westen. Eine lange Reise durch Mexiko inspirierte den jungen Jean Giraud zu seinen Western-Comics. Schon bald wurde es zunehmend fantastisch – mehr und mehr wandte sich der Franzose der Science-Fiction zu. Seine Geschichten und Charaktere erlangten schnell Weltruhm und Kultcharakter. Sein Stil ließ die Grenze zwischen Comic und bildender Kunst verschwimmen. 450 Arbeiten aus Moebius’ Feder sind derzeit im Max Ernst Museum des LVR in Brühl zu sehen – von grundlegenden Skizzen in seinen Notizbüchern bis hin zu Gemälden. Acht großformatige Fotos können dabei mit einer eigens entwickelten App für das Smartphone digital animiert werden. Zusätzlich gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm für die Dauer der Ausstellung, in der sowohl Kinder als auch Erwachsene noch tiefer in die Welt von Moebius eintauchen und selber kreativ werden können.

"Die Werke des Künstlers sind noch bis zum 16. Februar 2020 zu sehen"

Nähe zu Surrealisten

Die Idee zur Ausstellung kam den beiden Kuratoren Dr. Achim Sommer und Patrick Blümel im Anschluss an die crossmediale Ausstellung „The World of Tim Burton“ im Jahr 2015. Dr. Achim Sommer, Direktor des Max Ernst Museums Brühl, erklärt die Hintergründe: „Die Nähe zu Max Ernst und den Surrealisten zeigt sich auch durch das Prinzip des automatischen Schreibens, der sogenannten ‘écriture automatique‘. Moebius schuf rauschartige Bilder, die beeindrucken und immer wieder in Erstaunen versetzen. Zwischen Traum, Metaphysik und Science-Fiction angesiedelt, prägen seine Ideen und Visionen die Ikonografie letzterer bis heute.“

Infos

Die Ausstellung „Moebius – Surreale Comicwelten“ läuft bis zum 16. Februar 2020 im Max Ernst Museum des LVR in Brühl. Alle Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und dem Rahmenprogramm gibt es unter: www.maxernstmuseum.lvr.de

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