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Homeschooling ist für viele junge Menschen derzeit Alltag Bild: insta_photos/stock.adobe.com 

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Die Lage ist schwierig Distanzunterricht und Ungewissheit, ob und wie die Abiturprüfungen stattfinden, bereiten Schülerinnen und Schülern Sorgen

21.01.2021

Die Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen trifft alle Schülerinnen und Schüler, es gibt allerdings eine Gruppe unter ihnen, die sich derzeit besonders Sorgen macht: die Abiturienten. Schon im vergangenen Jahr hieß es für die Lernenden kurz vor ihren Prüfungen: Homeschooling. „Und damals ist man schon auf die Barrikaden gegangen“, sagt Roswitha Schütt-Gerhards, Leiterin der Clara-Fey-Schule in Schleiden. Dabei sei es da nur um drei Wochen gegangen, die diesjährigen Abschlussklassen habe es deutlich härter getroffen. Alleine im vergangenen Frühjahr fiel für die Schüler etwa sechs Wochen lang der reguläre Präsenzunterricht aus. Und seit den Weihnachtsferien heißt es erneut: Lernen auf Distanz. Hinzu kommt die Ungewissheit darüber, ob und in welcher Form die Abiturprüfungen in diesem Jahr überhaupt abgehalten werden. „Im Moment warten wir auf weitere Angaben des Landes“, so Schütt-Gerhards. Alleine die Nervosität, die dadurch entstehe, lähme. Der Abschlussjahrgang würde daher derzeit intensiv vom Kollegium betreut.

Als Psychologen aktiv

„Ich glaube, dass die Schüler gut vorbereitet sein werden. Die Frage ist, ob sie sich gut vorbereitet fühlen“, sagt Anne Schorlepp, Leiterin des St.-Michael-Gymnasiums in Bad Münstereifel. 111 Abiturienten werden im Frühjahr am Michael-Gymnasium ihre Prüfungen ablegen. „Bis dahin werden wir auch mal als Psychologen und nicht nur als Pädagogen aktiv werden“, so Schorlepp. Der Jahrgang werde gerade umfassend von den Kollegen angeleitet. Ein komprimiertes Lernen nach den Osterferien als Vorbereitung für die Prüfungen sei ebenfalls angedacht, so die Schulleiterin.


"Im Moment warten wir auf weitere Angaben des Landes NRW"


Intensiver Austausch

An der Weilerswister Gesamtschule werde wohl wieder ein Motivationsvideo gedreht, sagt Schulleiter Stephan Steinhoff. Das habe man bereits im vergangenen Jahr gemacht und es sei gut angekommen, so der Pädagoge. Die derzeitige Lernsituation sei schwierig. „Wir stehen im intensiven Kontakt und Austausch mit den Schülern“, sagt Steinhoff. Da der Abiturjahrgang wisse, um was es im letzten Schuljahr gehe, sei die Disziplin bei den Videokonferenzen hoch. Es bleibe abzuwarten, ob nicht die Abschlussprüfungen noch verschoben würden. Bayern habe das bereits getan. Steinhoff hofft auf einen einheitlichen Weg der Bundesländer.
  

Kurz & kompakt

DISTANZUNTERRICHT

Kollegium schnürte Klausur-Päckchen

Um den Schülerinnen und Schülern, vor allem den Abiturientinnen und Abiturienten, ihre geschriebenen Klausuren und Halbjahres-Zeugnisse trotz des Distanzunterrichts übergeben zu können, hat sich die Clara-Fey-Schule etwas einfallen lassen. Das Kollegium habe für alle Lernenden Päckchen geschnürt, erklärt Schulleiterin Roswitha Schütt-Gerhards. Diese konnten dann einzeln abgeholt werden oder seien den Schülern in manchen Fällen per Kurierdienst überbracht worden.

LEISTUNGSKURS SPORT

Großes Interesse an der Gesamtschule Euskirchen

Die Gesamtschule Euskirchen braucht sich in diesem Jahr noch keine Gedanken um das Abitur zu machen. Aber für den ersten Abiturjahrgang, der im Sommer mit der Qualifikationsphase beginnt und 2023 die Abschlussprüfungen ablegen wird, gibt es ein neues Angebot: einen Sportleistungskurs. 14 Schülerinnen und Schüler hatten nach Angaben der Einrichtung bereits Interesse signalisiert.