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Die Außenanlage wird meist an der Hausfassade montiert Bild: XJPC-PROD/stock.adobe.com

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Ölheizung raus, Wärmepumpe rein Für die Heizungsmodernisierung sind bis zu 45 Prozent Zuschuss vom Staat drin

10.11.2020

Gebäude sind nach Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) in Deutschland für rund 30 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen verantwortlich. Ein Grund dafür: In vielen Heizungskellern kommt noch alte Technik zum Einsatz, häufig betrieben mit fossilen Energieträgern wie Erdöl. Dabei gibt es heute klimafreundlichere Alternativen – zum Beispiel das Heizen mit einer Wärmepumpe.

Unkomplizierter Umstieg

Hausbesitzern wird der Umstieg auf die moderne Heiztechnik jetzt deutlich erleichtert. Bis zu 45 Prozent der förderfähigen Investitionskosten erhalten sie vom Staat zurück – so viel wie nie zuvor. Neu ist auch, dass der Zuschuss nicht nur für die Wärmepumpenanlage selbst gezahlt wird, sondern ebenso für die sogenannten Umfeldmaßnahmen wie die fachgerechte Entsorgung der Altheizung sowie des Heizöltanks.

Wertsteigerung der Immobilie
  

Die Pumpen lassen sich oft in bestehende Heizsysteme integrieren Bild: Martin Winzer/stock.adobe.com
Die Pumpen lassen sich oft in bestehende Heizsysteme integrieren Bild: Martin Winzer/stock.adobe.com

Wärmepumpen nutzen die Energie aus der Umwelt, etwa aus der Umgebungsluft, um Heizenergie zu erzeugen. Die Technik, die im Neubau bereits gang und gäbe ist, bietet außerdem für die Altbaumodernisierung zahlreiche Vorteile – und das nicht nur für die Umwelt. Hausbesitzer investieren auf diese Weise in den Werterhalt und die Wertsteigerung ihrer Immobilie. Einige Modelle sind speziell für die Altbaumodernisierung sehr gut geeignet. Die Wärmepumpe bietet eine hohe Vorlauftemperatur und kann somit wahlweise mit vorhandenen Heizkörpern oder einer neuen Fußbodenheizung betrieben werden. Zum Einsatz kommt ein klimaschonendes Kältemittel, einen Vorteil stellt überdies das kompakte Außengerät dar, das sich optisch harmonisch in die Fassade eingefügt. Wenn noch ein neuer Bodenbelag geplant ist, bildet das eine gute Gelegenheit, gleichzeitig eine Fußbodenheizung installieren zu lassen. Die Strahlungswärme aus dem Boden wird als besonders angenehm empfunden. Diese lassen sich schnell sowie einfach nachrüsten. Ohne Aufbauhöhe werden dabei die Rohre platzsparend in den vorhandenen Estrich eingebracht und an den vormontierten Heizkreisverteiler angeschlossen.

Antrag vorab stellen

Wichtig für Hausbesitzer: Die Antragstellung für die üppige Förderung muss in jedem Fall erfolgen, bevor der Handwerker beauftragt wird. Hilfestellung und eine persönliche Beratung dazu gibt es online oder im örtlichen Fachhandwerk. (mit Material von djd)  
  

Kurz & knapp

Klimaneutral heizen

Günstig und klimagerecht: Moderne Holzheizkessel, Pellet- oder Hackschnitzelheizungen erfüllen diese Vorgaben sehr gut. Derzeit erlebt das Heizen mit Holz ein Comeback. Mit hohen Wirkungs- und Nutzungsgraden sowie geringen Schadstoffemissionen leisten moderne Holzheizungen einen wichtigen Beitrag zur Schonung fossiler Ressourcen. Zudem sind regionales Brennholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und Holzpellets aus heimischer Produktion reichlich verfügbar.

So kühlt die Pumpe im Sommer

Im Sommer kann die Wärmepumpe auch effizient kühlen, ohne dass ein zusätzliches System installiert werden muss. Besonders sparsam lässt es sich passiv kühlen. Dafür lassen sich erd- und grundwassergekoppelte Systeme nutzen, die mit dem vorhandenen niedrigeren Temperaturniveau des Erdreichs oder des Grundwassers arbeiten und dieses über einen Wärmetauscher auf das Heizsystem übertragen. Reversible Wärmepumpen bieten eine stärkere, aktive Möglichkeit der Kühlung, die etwa in weniger gedämmten Gebäuden zum Einsatz kommt.