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Beim Check-up untersuchen Experten die Augen. Bild: rh2010 - stock.adobe.com

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Regelmäßig zur Augenkontrolle gehen Laut einer Umfrage gibt es bei den Vorsorgeuntersuchungen großen Nachholbedarf

28.01.2021

Mehr als 1,3 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt leiden laut Weltgesundheitsorganisation WHO an einer Sehschwäche, wobei 80 Prozent dieser Fälle bei frühzeitiger Erkennung behandelbar wären. Eine neue Untersuchung zeigt: Auch in Deutschland wird der Vorsorge zur Gesundheit der Augen nicht genügend Bedeutung beigemessen.

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Arztbesuche werden vernachlässigt

Laut einer Umfrage von Johnson & Johnson Vision glauben drei Viertel der deutschen Erwachsenen, dass Augenuntersuchungen für ihre allgemeine Gesundheit wichtig seien. 63 Prozent sind der Ansicht, dass eine gesunde Sehkraft entscheidend für ihr Glück und Wohlbefinden sei, 71 Prozent erklärten, dass ein gesundes Sehvermögen ihre Lebensqualität verbessere. Trotzdem gehen demnach aber nur weniger als vier von zehn Befragten (37 Prozent) jedes Jahr zur Augenuntersuchung. Die Mehrheit (61 Prozent) gab zudem an, zu wissen, dass eine solche Kontrolle helfen könne, erste Anzeichen von chronischen Krankheiten zu diagnostizieren. Allerdings war auch fast ein Drittel von dieser Erkenntnis überrascht. Vier von zehn der Umfrageteilnehmer waren sich zudem nicht bewusst, dass es einen Zusammenhang zwischen ihrer Augengesundheit und diversen Erkrankungen gibt. Noch weniger wussten, dass Augenuntersuchungen dazu beitragen können, auch medizinische Probleme wie Bluthochdruck, Diabetes, einen hohen Cholesterinspiegel oder Krebs zu erkennen.


37 Prozent gaben an, jährlich zum Augen-Check-up zu gehen


Der Test ist das Fundament der Sehstärkenbestimmung. Bild: penofoto.de - stock.adobe.com
Der Test ist das Fundament der Sehstärkenbestimmung. Bild: penofoto.de - stock.adobe.com

Gründe für die Aufschiebung

Die Gründe, warum die jährliche Vorsorgeuntersuchung nicht wahrgenommen wurde, sind verschieden. Am häufigsten schoben die Befragten die Arzttermine auf, weil sich ihre Sehkraft nicht verändert hatte (41 Prozent). Als weiterer Gründe wurden ein voller Terminkalender oder die aktuelle Corona-Pandemie genannt. Überraschend: Mit 42 Prozent glaubt weniger als die Hälfte der Befragten, dass sie eine Verschlechterung ihres Sehvermögens verhindern können. Für sie erscheint der Sehkraftverlust als ein Teil des Alterungsprozesses, über den sie keine Kontrolle haben. (mit Material von djd)
    

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KURZ INFORMIERT

Krankheit vorbeugen

Bild: Axel Kock - stock.adobe.comBild: Axel Kock - stock.adobe.com
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Etwa jede zweite Sehbehinderung ist auf die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) zurückzuführen, das meldet der Berufsverband der Augenärzte. Da die Zahl aufgrund der steigenden Lebenserwartung weiter anwächst, sei bis 2030 mit mehr als drei Millionen Erkrankten zu rechnen. Durch die nachlassende Sehleistung und den „blinden Fleck“ im Zentrum des schärfsten Sehens sind Betroffene im Alltag oft stark eingeschränkt. Umso wichtiger ist es, das Auge vor dem schädlichen ultravioletten Licht zu schützen. Nur so lässt sich eine Verschlimmerung der Krankheit aufhalten und das Restsehvermögen länger bewahren.