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„Karneval hat eine gesellschaftliche Bedeutung“: Drei Fragen an Dino Massi, seit einigen Jahren der Präsident der Prinzen-Garde Köln

Der kölsche Italiener Dino Massi führt die Prinzen-Garde seit gut sechs Jahren Foto: Prinzen-Garde

Prinzen-Garde 

Herr Massi, Sie stehen nun schon seit vielen Jahren an der Spitze der PG – das war Ihnen als kölschem Italiener sicher auch nicht ins Stammbuch geschrieben. Wie geht es Ihnen und wie vereinbaren Sie die vielfältigen Aufgaben des Präsident mit Ihrem Alltagsleben?

Dino Massi: Die kölsche Lebensart kommt meinem italienischen Naturell sehr nahe. Köln nennt man nicht umsonst die nördlichste Stadt Italiens. Das kommende Jahr 2020 ist für mich sehr bedeutend. Insgesamt bin ich dann 20 Jahre Mitglied der Prinzen-Garde und seit dem Oktober 2013 darf ich an der Spitze dieser traditionsreichen Gesellschaft stehen. Dies macht mich besonders stolz. Mein Bruder Adolfo, meine Frau Babette sowie meine gesamte Familie ermöglichen mir den Spagat zwischen dem normalen Alltag und dem Ehrenamt. In meiner ehrenamtlichen Rolle werde ich tatkräftig von meinem Vorstand und von ganz vielen anderen Mitgliedern unterstützt. Dies alles erleichtert es mir sehr.

Die Prinzen-Garde ist ein sehr großes Korps. Wie schafft der Präsident, alles zusammenzuhalten? Wie lautet Ihr Konzept?

Massi: Ich habe einen sehr guten Vorstand, wunderbare Korpsführer und sehr viele freiwillige Helfer in Ehrenämtern. So können wir die vielfältigen Aufgaben sehr gut verteilen. Als ich antrat, war es einer meiner Herzenswünsche, dass die verschiedenen Korpsteile ganz eng zusammenwachsen, damit wir im großen Kreis Kameradschaft erleben und uns den kölschen Jecken als Einheit präsentieren. Daran arbeiten wir intensiv. Ich freue mich, dass wir inzwischen eine Reihe von Veranstaltungen im Jahr haben, bei der sich alle Korpsteile treffen und einfach Spaß miteinander haben.

Wie sehen Sie die Entwicklung des Karnevals und natürlich auch der Garde in der Zukunft? Was sind die wichtigsten Aufgaben?

Massi:
Der Karneval hat in Köln eine große gesellschaftliche Bedeutung. Das haben wir besonders in unserer 111-Jahre-Jubiläumssession 2017 gesehen. Damit übernehmen wir ebenfalls viel Verantwortung. Gerade in Zeiten von immer schnellerem Wandel wollen wir unseren Mitgliedern und Freunden immer wieder eine Oase der Freude und Abwechslung vom Alltag bieten. Dabei gilt es, den Karneval behutsam in das digitale Zeitalter zu bringen und dennoch schöne Traditionen zu bewahren. Wir haben mit unserem Fest in Weiß-Rot jährlich eine Sitzung, bei der unser Vorstand als Elferrat im Frack erscheint und das Programm traditionelle Schwerpunkte aufweist. Andererseits haben wir mit „Jeckmarie“ und „Prinzenschwof“ zwei moderne Formate für die jüngeren Jecken initiiert, die sich innerhalb weniger Jahre zu echten Highlights im Fastelovend entwickelt haben.

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