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Kämpfen, spielen, schlafen: Für Marder sind Autos häufig ein Ort zum Verweilen Bild: Andreas Böhm/stock.adobe.com

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Schläuche und Manschetten als Leibspeise Marder treiben oft Schindluder in Motorräumen. Aber warum? Und was kann dagegen getan werden?

1.09.2020

Boxring Auto: Marder können sich im Zuge eines Revierkampfes unter anderem an Teilen im Motorraum oder welchen aus Gummi verbeißen, wenn sie einen revierfremden Artgenossen wittern. Die Tiere nutzen diese Bereiche des Fahrzeugs zuweilen als Unterschlupf oder verstecken dort Futter. Auch Jungtiere können den Motorraum eines Pkw als Spielplatz okkupieren und sich auf diese Weise dort zubeißend vergnügen, informiert der Auto Club Europa (ACE).

Auf Spurensuche begeben

Nicht immer kann morgens vor dem Losfahren gleich erkannt werden, ob Marder aktiv waren. Aber es gibt Hinweise, deren Entdeckung teure Folgeschäden verhindern können. Wenn etwa Zündkabel und andere Kunststoffschläuche betroffen sind, kann sich das durch folgende Indizien äußern: Der Motor ruckelt unvermittelt, stellt weniger Leistung parat, startet schlecht oder überhaupt nicht. Zudem können Warnleuchten im Cockpit aufblinken. Wer so etwas feststellt, sollte nicht mehr weiterfahren. Ansonsten drohen unter anderem Schäden am Katalysator. Das Fahrzeug kann außerdem sichtbar Flüssigkeiten oder Fett verlieren. Warnsignale können ebenfalls Fellhaare oder Tatzenspuren sowie Reste von zerbissenem Material am oder unter dem Auto sein. Spätestens dann sollten Fahrer vor dem Start besser einen Blick unter die Haube werfen.

Was helfen kann

Ummantelungen für die Kabel als Nachrüstung in der Werkstatt können helfen, schützen aber keine Manschetten oder Dämmmaterialien. Schon ab Werk oder im Zubehör lassen sich mittlerweile für einige Autos Abschottungen für den Motorraum bestellen, um Marder erst gar nicht dorthin gelangen zu lassen. Das funktioniere oft mit Bürstenvorhängen oder Abschottungen aus Blech, so der ACE. Eine Motorwäsche entfernt den Geruch eines bereits aktiven Marders, um keine Kontrahenten anzuziehen. Zudem gibt es Schutzsysteme, die kurze, nicht tödliche Stromschläge verteilen, wenn die Probleme anhalten. So etwas sollten aber nur Fachleute einbauen, um Mensch und Tier nicht durch Fehlfunktionen zu gefährden. Nur Teil- und Vollkasko kommen für Marderschäden auf. Dabei gilt es, zu prüfen, ob nur direkte oder ebenso Folgeschäden abgedeckt sind. (mit Material von dpa)