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Schulen haben freie Wahl: Ab Sommer entscheiden die Gymnasien im Kreis Euskirchen selbst, ob sie für die kommenden Jahrgänge das Abitur nach acht oder neun Jahren anbieten

Während Schüler der zukünftigen Klassen 5 und 6 grundsätzlich zu G9 zurückkehren, machen alle anderen Jahrgänge ihr Abitur weiterhin nach acht Jahren Bild: dglimages/stock.adobe.com

Den Viertklässlern im Kreis Euskirchen steht in den nächsten Wochen eine spannende Zeit bevor: Denn nun müssen sie sich für ein Angebot aus der Sekundarstufe I entscheiden. Mit ihrem Halbjahreszeugnis, das sie am 3. Februar erhalten, können sie sich an den weiterführenden Schulen anmelden.

Beschluss bis Ende Januar.
Wer auf ein Gymnasium wechseln möchte, sollte folgende Neuerung beachten: Für das kommende Schuljahr entscheiden diese selbst, ob sie das Abitur nach acht oder neun Jahren anbieten. Dies hatte die nordrhein-westfälische Landesregierung im November 2017 beschlossen. Danach sollen alle Schulen grundsätzlich zu einem Abitur nach neun Jahren zurückkehren. Eine verkürzte Gymnasialzeit (G8) soll jedoch weiterhin möglich bleiben. Dazu muss im Rahmen der Schulkonferenz eine Mehrheit von mehr als zwei Dritteln für G8 stimmen. Diese ist zu gleichen Teilen mit Lehrern, Schülern und Eltern besetzt. So soll sichergestellt werden, dass keine der betroffenen Gruppen überstimmt wird. Selbst wenn sich ein Gymnasium für G8 entscheidet, kann immer noch der zuständige Träger, zumeist die Kommune, ein Veto einlegen – allerdings nur mit einer guten Begründung. Die Entscheidung über die verkürzte Schulzeit müssen die Bildungseinrichtungen spätestens bis zum 31. Januar fällen.

"Umstellung gilt für die Schüler der Klassen 5 und 6."

Rückkehr zu G9. Die Umstellung auf G9 beginnt mit dem kommenden Schuljahr 2019/2020. Sie umfasst die Jahrgänge fünf und sechs, also auch die Kinder, die im vergangenen Sommer an den weiterführenden Schulen aufgenommen wurden. Diese würden ihre Abiturprüfungen dann also 2026 ablegen. Schon jetzt haben einige Gymnasien im Kreis Euskirchen angekündigt, dass sie zu einem Abitur nach neun Jahren zurückkehren wollen. Dazu gehören unter anderem das St. Michael Gymnasium und das private Erzbischöfliche St.-Angela-Gymnasium in Bad Münstereifel sowie das Johannes-Sturmius-Gymnasium in Schleiden.

Folgen für Lehrpläne. Die verkürzte Schulzeit war 2005 eingeführt worden. Eine Rückkehr zu G9 wird nun auch Auswirkungen auf die Lehrpläne haben. So sollen etwa Klassen mit verkürzter Gymnasialzeit ihre zweite Fremdsprache wie bislang in der sechsten Klasse beginnen. Schulen, die zu G9 zurückkehren, beginnen den Unterricht einer zweiten Fremdsprache erst in Klasse sieben. Der Wahlpflichtunterricht soll am Gymnasium zweijährig bleiben. Da die Mittelstufe durch G9 jedoch auf drei Jahre verlängert wird, setzt er bei diesen Schulen dann erst ab Klasse neun ein.

Information zur Anmeldung

Bild: vom/ stock.adobe.com
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Die Anmeldung nimmt das Sekretariat der ausgesuchten weiterführenden Schule entgegen. Die Termine erfahren Eltern von den Einrichtungen. Das Kind muss zur Anmeldung mitkommen. Benötigt werden das Familienstammbuch oder die Geburtsurkunde, das Halbjahreszeugnis des vierten Schuljahres im Original und der Anmeldeschein für die weiterführende Schule.

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