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Den richtigen Alterssitz finden: Es gibt zahlreiche Alternativen zu den eigenen vier Wänden – Senioren sollten sich frühzeitig über die verschiedenen Wohnformen informieren

In „Senioren-WGs“ helfen sich die Bewohner gegenseitig Bild: pressmaster/stock.adobe.com

Wer heute aus dem Beruf aussteigt, hat zumeist noch viele aktive Jahre vor sich. Dennoch gilt es, sich frühzeitig auf das Alter vorzubereiten und seine Zukunft aktiv zu gestalten. Ein wichtiger Aspekt dabei: den richtigen Wohnsitz finden. Denn die Hausarbeit kann mit den Jahren zur Überforderung werden. Damit Senioren ihrem Lebensabend gelassener entgegenblicken können, sollten sie sich rechtzeitig mit Alternativen beschäftigen.

Um sich auf das Alter vorzubereiten, müssen viele Aspekte bedacht werden Bild: DOC RABE Media/stock.adobe.com
Um sich auf das Alter vorzubereiten, müssen viele Aspekte bedacht werden Bild: DOC RABE Media/stock.adobe.com
Unterstützung im Haushalt. Beim betreuten Wohnen haben ältere Menschen ihre eigenen vier Wände, bekommen aber Unterstützung im Haushalt. Das Angebot besteht in der Regel aus dem Mietvertrag für die Wohnung und einem Service-Vertrag für die Dienstleistungen, erläutert Ulrike Kempchen von der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen e.V. (BIVA). Die Betreuung meint einen Notrufknopf, allgemeine Haushaltshilfe und Unterstützung beim Einkauf sowie kulturelle Angebote. Nur selten sei die ambulante Pflege integriert – zum Beispiel bei Einrichtungen, die in der Nähe von Pflegeheimen liegen. „Die Wohnform ist für mobile Senioren geeignet, die noch recht selbstständig sind“, erklärt Ulrike Kempchen.

"Ambulante Betreuung bietet Hilfestellung für den Alltag"

Leben im Mehrgenerationenhaus. Wenn die Kinder und möglicherweise Enkel mit im Haus wohnen, erleben Senioren ihren Lebensabend im familiären Umfeld: ein klarer Pluspunkt. Das Haus muss aber gut geplant sein. Einer der Wohnbereiche sollte barrierefrei angelegt werden – etwa mit schwellenlosen Eingängen ins Haus und zum Garten. Gemeinsam in der WG. Umgangssprachlich wird diese Wohngemeinschaft als „Senioren-WG“ bezeichnet. Dabei gibt es zwei Formen: Entweder wird die WG von den Bewohnern oder von einem Anbieter organisiert. Kümmern sich Senioren selbst, sind sie verantwortlich für Hausordnung, Kostenteilung und Buchen des Pflegedienstes. Beim Angebot der Service-Dienstleister wohnen Ältere zur Miete. Dabei unterliegt die ambulante Pflege schärferen gesetzlichen Restriktionen.

Umzug ins Heim. Stark pflegebedürftige Senioren sind im Pflegeheim manchmal am besten aufgehoben. „Das betrifft oft hochgradig demente oder sehr alte vielfältig erkrankte Menschen, welche zu Hause nicht mehr versorgt werden können“, beschreibt Kempchen. Sie werden dort voll versorgt – Wohnen, Essen, Unterstützung bei der Körperpflege und medizinische Betreuung erfolgen aus einer Hand.

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