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Dr. Markus Krebber, CEO der RWE AG (re.) und Wael Sawan, Director of Integrated Gas, Renewables and Energy Solutions bei Shell Bild: Philipp Dimitri

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Shell heißt die Welt willkommen Um die Energiewende voranzubringen, stellt Shell ihr Wissen, Erfahrung und Infrastruktur zur Verfügung. Industriebetriebe können sich ab sofort im Energy und Chemicals Park Rheinland ansiedeln. Start-ups finden ihren Platz im geplanten Energy Campus in Wesseling.

24.11.2021

Die Energiewende ist eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können“, so Alexander Friedrichkeit. Mitglied des neugegründeten Transformationsteams am Standort Rheinland. Shell lädt Investoren und Betriebe entlang der Energie- und Chemie-Wertschöpfungskette zur Zusammenarbeit auf dem Gelände ein. „Wir sind davon überzeugt, dass wir wichtige Energiewende-Projekte hier am Standort mit Kooperationen und Partnerschaften schlagkräftiger angehen können. Daher arbeiten wir mit Unternehmen zusammen, die sich hier am Standort stofflich integrieren möchten und mit uns gemeinsam die Zukunft einer innovativen Energieversorgung gestalten wollen“, erklärt Friedrichkeit.

Shell möchte moderne, sauberere und nachhaltige Energie- und Chemielösungen bereitstellen, die nicht nur die eigenen Emissionen, sondern auch die ihrer Kunden reduzieren. „Wir wollen die Produkte herstellen, die unsere Kunden künftig brauchen und dies möglichst ressourcenschonend und effizient“, erklärt Alexander Friedrichkeit. „Wir unterstützten diese Zielsetzung, indem wir gemeinsam mit Partnern hier vor Ort, den Energy and Chemicals Park zu einem nachhaltigen Standort weiterentwickeln“, bekräftigt Ann-Kathrin Hock, die ebenfalls im Transformationsteam arbeitet.

Sie und ihre Kollegen wissen um die Herausforderungen, aber sie sehen auch das riesige Potenzial. „An einem Industriestandort wie unserem können neue Projekte viel effektiver und effizienter umgesetzt werden als auf der grünen Wiese. Das spart Zeit, Geld und sorgt dafür, dass wichtige Energiewende-Projekte schneller vorankommen.“

Bei Gesprächen mit potenziellen Partnern liegt der Fokus vor allem auf Unternehmen aus den Bereichen innovativer Energie- oder Chemieprodukte oder Nutzbarmachung von biobasierten oder zirkulären Einsatzstoffen. „Wichtig ist uns vor allem, dass wir hier eine Vision teilen und gemeinsam daran arbeiten, Emissionen zu reduzieren“, so Ann-Kathrin Hock. An unserem Standort profitieren Partner vom Produktionsverbund, genehmigten Industrieflächen und unserem Know-how.

Dabei profitiert die gesamte Region von der nachhaltigen Weiterentwicklung des Industriestandorts. Nordrhein-Westfalen hat sich zum Ziel gesetzt, der modernste und umweltfreundlichste Industriestandort Europas zu werden. Durch die Transformation der ehemals größten Raffinerie Deutschlands leistet Shell so einen entscheidenden Beitrag zur Dekarbonisierung, baut eine innovative Industrielandschaft auf und wandelt „graue“ in „grüne“ Arbeitsplätze.

Doch Shell denkt nicht nur an morgen, sondern auch an übermorgen. „Neben der Wandlung des Industriestandortes möchten wir zudem einen Energy and Chemicals Park, und in Wesseling einen Energy Campus entwickeln“, so der Direktor des Shell Energy and Chemicals Park Rheinland, Dr. Marco Richrath. Dort können Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen Technologien für die Energiewende vorantreiben. Ein Ökosystem und Arbeitsumfeld, das Menschen auf dem Weg zur Energiewende inspiriert.

Mit auf den Weg zur Entwicklung des Energy Campus macht sich auch die Technische Hochschule Köln. Künftig wird sie enger mit dem Energy and Chemicals Park Rheinland zusammenarbeiten. Sie will auch bei der Ansprache von geeigneten Partnern unterstützen. Zudem wird die TH Köln beim Wissenstransfer und der Schulung von Shell Beschäftigten mitwirken.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Vereinbarung ist die wissenschaftliche Nachwuchsförderung. Sie umfasst zum Beispiel studentische Projekte und Abschlussarbeiten. Shell wird zudem Förderer des Deutschlandstipendiums an der TH.

Der Aufbau des Energy Campus ist ein Meilenstein für den gesamten Standort auf dem Weg weg von fossilen Einsatzstoffen und hin zu nachhaltigen Alternativen. Die Richtung stimmt, erste Schritte sind gemacht. Jetzt heißt es, weitergehen und andere mitnehmen.
  

Energy and Chemicals Park

Das bietet der Energy and Chemicals Park Rheinland

- Hochprofessionelle und erfahrene Mitarbeiter
- Wettbewerbsfähige Infrastruktur und Dienstleistungen
- Moderne Technologie
- Partnernetzwerk in der Region und darüber hinaus

Emissionsfrei

Modernste Eisenbahnlogistik

Über den Rhein, auf der Straße und der Schiene – der Energy and Chemicals Park Rheinland setzt auf verschiedene Verkehrsträger. Lkw, Schiffe und Eisenbahnen bringen fast täglich Materialien und Rohstoffe oder transportieren flüssige sowie gasförmige Produkte ab.

Damit Shell ihr ehrgeiziges Ziel, ein Netto-Null-Emmissionsunternehmen zu werden, erreicht, müssen auch die Ent- und Beladevorgänge in den Werken optimiert werden. Bereits 2020 haben Teamleiter Logistics und Eisenbahnbetriebsleiter Afrim Maslani und seine Kollegen daher mit dem Projekt „Bau 80“ begonnen. Shell kann in Wesseling auf zwei Eisenbahn-Verladestellen zurückgreifen – eine für Mitteldestillate wie Diesel oder Heizöl und eine für Chemieprodukte und Flüssiggase. 2016 hat Shell die erste Verladestelle neu gebaut, seit 2020 modernisiert das Unternehmen die zweite.

Beim Verladevorgang werden zwei feste Anschlüsse über eine Schnellkupplung oder eine Flanschverbindung an den Waggon angeschlossen. Während der eine Verladeanschluss das Produkt ins Innere leitet, nimmt der andere Dämpfe auf und leitet diese zum Verladetank zurück. „So ermöglichen wir die Betankung, ohne das Emissionen in die Atmosphäre gelangen“, erklärt Afrim Maslani. Er hat dabei die Arbeiten, die bei laufendem Betrieb stattfanden, koordiniert.

„Wir haben die Anlage auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Das heißt, wir haben die Armaturen, Flanschverbindungen, Ventile und Abdichtungen erneuert“, erläutert der Ingenieur. Bis zu 70 Mitarbeitende von Partnerfirmen seien gleichzeitig auf der Baustelle gewesen. Dabei mussten die Gerüstbauer, Schlosser, Tiefbauer, Elektriker und Schweißer sich penibel an die pandemiebedingten AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) halten und waren in mehrere Teams aufgeteilt. „Da die Arbeiten an der frischen Luft stattfanden, haben uns die Coronaauflagen nicht all zu sehr beeinträchtigt“, so Afrim Maslani.

Ende Oktober fand der letzte Testlauf statt. Maslani zeigte sich mit dem Projekt sehr zufrieden: „Die Anlage ist jetzt deutlich moderner. Es gibt mehr und bessere Überwachungsmöglichkeiten. Insgesamt haben wird die Sicherheit des Verladevorgangs weiter optimiert.“ Die neuen Abdichtungen, Armaturen, Ventile und Verbindungen würden verschiedene Emissionen vermeiden oder verringern. Derzeit modernisieren die beauftragten Partnerfirmen noch das sogenannte Wetterschutzhaus, in welchem die Mitarbeiter und die Technik unterkommen.