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Die Zahl der Einbrüche ist seit 2017 rückläufig. Eine Ursache dafür sind Präventivmaßnahmen, die viele treffen, um Verbrechern das Leben schwer zu machen Image 1
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So kommt niemand rein: Die Zahl der Einbrüche ist seit 2017 rückläufig. Eine Ursache dafür sind Präventivmaßnahmen, die viele treffen, um Verbrechern das Leben schwer zu machen

Wertgegenstände und technische Geräte sollten nicht offen sichtbar liegen gelassen werden Foto: www.daisy-vcm.com/stock.adobe.com

Immer mehr Bauherren und Modernisierer statten ihr Eigenheim mit Sicherheitstechnik aus, um es vor Einbrechern zu schützen – mit Erfolg. Das bestätigt die offizielle Kriminalstatistik der vergangenen zwei Jahre. Die Zeit der Negativrekorde scheint vorerst vorbei zu sein. Seit 2017 ist laut Polizeilicher Kriminalstatitik (PKS) die Zahl der Wohnungseinbrüche spürbar zurückgegangen. Gleichzeitig berichtet die Polizei davon, dass immer mehr Einbruchversuche, unter anderem aufgrund verbauter Sicherheitstechnik, scheitern - ein deutliches Indiz dafür, dass die Absicherung des Zuhauses den Ganoven das Leben schwerer macht. Dennoch bleibt das Risiko weiterhin groß, vor allem für Hausbesitzer, die bislang nichts für eine bessere Absicherung ihres Eigenheims unternommen haben. Erfahrene Täter können Fenster oder Terrassentüren ohne weitergehende Absicherung oft in Sekunden aufhebeln. Umso wichtiger ist es, die Verbrecher bereits vorher in die Flucht zu schlagen.
  
Vorbeugung ist der beste Schutz

Viele menschen kennen mittlerweile eine Person in der Familie oder im Bekanntenkreis, die Opfer von Einbrechern wurde. Neben den materiellen Schäden wiegen die psychischen Folgen häufig noch schwerer. Deswegen gilt: Eine gute Vorbeugung ist der beste Schutz. Polizeiliche Beratungsstellen und Versicherer empfehlen, insbesondere die neuralgischen Zutrittspunkte zum Eigenheim zu schützen. Fenster, Haus- und Terrassentüren sollten mechanisch gesichert werden. Im Neubau ist dies heute eine Selbstverständlichkeit, aber auch im Altbau bringen neue Fenster gleich mehrere Vorteile. Denn zum Plus an Schutz kommen eine verbesserte Wärmedämmung und damit sinkende Heizkosten hinzu.

Verschiedene Sicherheitsstufen
  
Abschließbare Fenstergriffe bieten zusätzlichen Schutz Foto: Marlon Bönisch/stock.adobe.com
Abschließbare Fenstergriffe bieten zusätzlichen Schutz Foto: Marlon Bönisch/stock.adobe.com
Welchen Standard neue Fenster in Sachen Sicherheit bieten, können auch Laien auf einen Blick erkennen. Wichtig, auch für mögliche staatliche Zuschüsse, ist, dass die Fenster der Norm DIN EN 1627 entsprechen und von einem unabhängigen Institut zertifiziert wurden. Das bedeutet einen hohen Schutz gegen Aufbruchversuche, ob mit körperlicher Gewalt oder mithilfe von Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange oder Stemmeisen. Erhältlich sind Fenster und Türen in verschiedenen Sicherheitsstufen, jeweils abgestimmt auf den Einbauort. Bei Fenstern und schwer zugänglichen Balkonfenstertüren im Obergeschoss wird ein Einbruchschutz der Widerstandsklasse RC1N empfohlen. Für Fenster im Erdgeschoss, Keller und Souterrain sowie für Balkontüren sollten es die Widerstandsklassen RC2N, RC2 und RC3 sein.

Verbundsicherheitsglas hilft

Verschiedene Ausstattungsdetails tragen bei hochwertigen Fenstern zum ausgewiesenen Einbruchschutz bei. Eine Ausstattung mit Verbundsicherheitsglas zum Beispiel verhindert, dass Verbrecher von außen eine Öffnung ins Glas schlagen und somit durchgreifen können. Vor dem üblichen Aufhebeln schützen Eck- sowie Pilzkopfverriegelungen und Sicherheitsschließbleche aus hartem Stahl. Empfehlenswert sind zudem abschließbare Fenstergriffe. Der Grund: Selbst, wenn das Glas zerbrochen ist, kann der Täter somit nicht von außen den Griff betätigen und das Fenster einfach öffnen.

"Im Neu- und Altbau bieten neue Fenster gleich mehrere Vorteile für Hausbesitzer"

Staatliche Förderung

Hausbesitzer, die ihre Immobilie durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an Fenster und Türen besser gegen Einbruch schützen möchten, können von staatlichen Subventionen profitieren. Der mögliche Zuschuss beläuft sich auf zehn Prozent der Investitionen und liegt zwischen 50 und maximal 1.500 Euro pro Wohneinheit. Eingeschlossen sind in dieser Summe Kosten für Handwerker sowie Material. Wichtig zu wissen: Die Antragstellung über das Zuschussportal der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) muss vor Beginn der Arbeiten erfolgen. (djd)
  
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