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Vom Frostschutz im Scheibenwaschwasser bis hin zu den Dichtgummis der Türen – Vor der kommenden Jahreszeit sollten Autofahrer ihrem Kfz ein wenig Beachtung schenken Image 1
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So wird das Auto fit für den Winter: Vom Frostschutz im Scheibenwaschwasser bis hin zu den Dichtgummis der Türen – Vor der kommenden Jahreszeit sollten Autofahrer ihrem Kfz ein wenig Beachtung schenken

Viele Werkstätten bieten jetzt allgemeine Winter-Checks an Foto: Karin & Uwe Annas/stock.adobe.com

Den nötigen Reifenwechsel auf Winter- oder Ganzjahrespneus sollten Autofahrer im Idealfall bereits erledigt haben. Doch nicht nur das steht vor der kommenden Jahreszeit an: Frostschutz und Batterie sollen ebenfalls für die kommenden kalten Temperaturen ausgerichtet sein. Die Pflege von Schlössern und Türdichtungen ist außerdem wichtig.
  
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Wer noch keine Winterreifen aufgezogen hat, sollte sich nun zügig darum kümmern und dabei Wartezeiten bei den Reifenhändlern einplanen. Wer trotz winterlicher Straßenverhältnisse ohne die geeigneten Pneus fährt, riskiert ein Bußgeld (siehe Artikel unten). Wichtig: Die Profiltiefe muss stimmen und sollte mindestens vier Millimeter betragen. Mindestens bis minus 25 Grad Celsius hingegen sollte die Kühleranlage vor Frost geschützt sein. Demzufolge ist die Kühlerflüssigkeit auf ausreichenden Frostschutz zu prüfen. Dem Scheibenwischwasser ist ein geeigneter Winterreiniger hinzuzufügen – dieser säubert nicht nur die Scheiben, sondern sorgt auch dafür, dass Wasser, Pumpe und Spritzdüsen nicht einfrieren. Gute Sicht ist gerade bei eiskaltem Schmuddelwetter wichtig. Daher sollten die Scheiben regelmäßig innen und außen von Schmutz befreit werden. Gereinigte Scheiben beschlagen außerdem nicht so stark.

Gummipflege tut Not

Damit Autofahrer an kalten Wintertagen nicht vor zugefrorenen Türen stehen, können Tür- und Heckklappengummis mit speziellen Pflegemitteln behandelt werden, zum Beispiel mit Gummipflege, alternativ auch mit Silikonölen. Wer ein Universalspray oder ein anderes nicht harzendes Öl in die Türschlösser sprüht, hat gute Chancen, dass diese nicht zufrieren. Ansonsten heißt es, sich mit Türschlossenteiser auszustatten. Der gehört in die Tasche und nicht ins Handschuhfach.

"Dreht der Anlasser nur noch müde, steht ein Batterie-Check an"

Klar sehen

Auf die Beleuchtung muss in der dunklen Jahreszeit unbedingt Verlass sein. Daher sind alle Leuchtmittel zu überprüfen und notfalls durch eine Werkstatt korrekt einzustellen. Wenn die Batterie bereits bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt den Anlasser nur noch müde durchdreht, ist sie mindestens zu überprüfen. Viele Werkstätten bieten in diesen Tagen allgemeine Winter-Checks zu günstigen Tarifen an. So können auch gleich notwendige Teile ausgetauscht werden.

Vorsichtig beschleunigen

Ganz generell sollte bei Temperaturen ab drei Grad und tiefer vorsichtig Gas gegeben werden, besonders stark ist mit Eisglätte auf Brücken, in Kurven und in Waldstücken zu rechnen. Für längere Strecken, auf denen Staus drohen könnten, sollten Autofahrer mindestens eine Wolldecke sowie eine Rettungsdecke mit sich führen. Zudem sind Heißgetränke in einer Thermoskanne empfehlenswert. Mit Material von ampnet/deg.

Bequemlichkeit bei Schnee und Eis kann teuer werden

So manche Autofahrersünde zieht in der kalten Jahreszeit ein Bußgeld nach sich

Verkehrskontrolle im Winter: Hier drohen teure Fallstricke für Autofahrer Sonja Birkelbach/ stock.adobe.com
Verkehrskontrolle im Winter: Hier drohen teure Fallstricke für Autofahrer Sonja Birkelbach/ stock.adobe.com
Der Winter steht vor der Tür – und damit auch all die Sünden, die Autofahrer schnell an die Geldbörse gehen. Vereiste Scheiben etwa: Wer es morgens gerne warm im Auto hat und deswegen den Motor laufen lässt, während er die Scheiben von Eis und Schnee befreit, muss zehn Euro berappen, wenn er dabei erwischt wird. Wer dabei nur Scheiben, Blinker, Rücklicht, Scheinwerfer und Kennzeichen von Schnee und Eis befreit, riskiert ebenfalls eine Geldbuße. Das Autodach wird häufig in der Eile vergessen – und das kann gefährlich werden, da der nachfolgende Verkehr und auch die eigene Sicht durch herabfallenden Schnee behindert werden kann. Hier drohen 25 Euro Bußgeld.

Sogar Punkte sind möglich

Sobald die Sicht durch Schnee oder Schneeregen eingeschränkt wird, heißt es „Licht an!“ – und das auch am Tag. Innerorts wartet sonst ein Bußgeld von 25 Euro, außerorts fallen bis zu 75 Euro an, wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Und auch die Geschwindigkeitsbegrenzung ist bei eingeschränkter Sicht unbedingt einzuhalten, denn es winken nicht nur mindestens 80 Euro Strafe, sondern zudem ein Punkt in Flensburg. Wer hingegen bei Glätte, Eis und Schneefall noch mit Sommerreifen unterwegs ist, zahlt nicht nur eine Strafe von 60 Euro und bekommt einen Punkt – bei einem Verkehrsunfall verdoppelt sich das Bußgeld und der Versicherungsschutz kann wegfallen. Also sollte lieber rechtzeitig ein Termin zum Reifenwechsel vereinbart sowie Zustand und Luftdruck der Reifens überprüft werden.
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