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Glücklich den Ruhestand beginnen: Plötzlich haben Rentner ganz viel Zeit – Mit diesen Tipps gelingt der Ausstieg aus dem Beruf leichter

Sportkurse und der Kontakt zu anderen halten Körper sowie Geist fit Bild: Viacheslav Iakobchuk/stock.adobe.com

Wenn das Rentenalter erreicht ist, beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der Veränderungen mit sich bringt. Denn plötzlich ist viel Zeit da. Nachdem zuvor der Alltag mehr als 40 Jahre durch die Arbeit strukturiert war, gibt es nun großen Freiraum. Dieses dritte Lebensalter zu gestalten, kann eine Herausforderung sein, eröffnet aber zugleich zahlreiche Chancen auf neue Erfahrungen, Erlebnisse und die persönliche Weiterentwicklung. Dafür braucht es ein bisschen Mut und eine gute Vorbereitung. Hilfe bietet dabei eine Broschüre des Vereins Deutsche Seniorenliga, die im Internet zum kostenlosen Download bereitsteht.

Nach der Berufstätigkeit können sich Senioren neue Ziele setzen Bild: luengo_ua/stock.adobe.com
Nach der Berufstätigkeit können sich Senioren neue Ziele setzen 
Bild: luengo_ua/stock.adobe.com
Zwischenbilanz ziehen. Laut dem Verein fällt insbesondere Männern der jetzigen älteren Generation der Wechsel in den Ruhestand häufig schwer, da viele Jahre der Beruf allein ihr Leben ausgefüllt hat. Daneben blieb oftmals keine Zeit, um eigene Interessen zu entwickeln oder Freundschaften zu knüpfen. Dann fallen einige mit Rentenbeginn in ein Loch, haben das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden. Ratsam ist es darum, den Ruhestand vorzubereiten. Dazu sollte sich jeder einen Moment nehmen, um eine persönliche Zwischenbilanz zu ziehen. Welche Ziele habe ich bereits erreicht und welche Träume will ich mir noch erfüllen? Möchte ich nun überhaupt aufhören zu arbeiten? Was könnte meinem Leben nach dem Beruf eine Struktur geben? Möchte ich vielleicht noch einmal etwas völlig Neues erlernen oder mein Wissen und meine Erfahrungen weitergeben?

Partner einbeziehen. Neben der Person selbst sind ebenfalls Familienangehörige von den Veränderungen betroffen. Die Partnerschaft wird bei einigen noch einmal neu auf die Probe gestellt. Gibt es gemeinsame Wünsche und Vorstellungen für die Zeit danach? Unbedingt sollten Partner darum über ihre eigenen Erwartungen und Pläne sprechen. Lässt sich vielleicht ein gemeinsames Hobby finden? Welche Freiräume werden für den einzelnen gewünscht? Gibt es einen Freundes- und Bekanntenkreis?

Eine Aufgabe finden. Manch einer genießt die freie Zeit für Familie und Hobbys. Wem das auf Dauer jedoch zu wenig ist, dem empfiehlt sich eine Beschäftigung, die dem Alltag Struktur verleiht. Die neue Aufgabe sollte dabei nicht überfordern und Zwänge schaffen, aber eben so wenig unterfordern. Das kann eine bezahlte Teilzeitarbeit sein, eine Reise, ein Seniorenstudium, ein VHS-Kurs oder ein freiwilliges Engagement in einem Ehrenamt. Die Möglichkeiten für einen aktiven Lebensstil sind vielfältig.

ZWAR – Kommunale Netzwerke für ältere Menschen

Die Abkürzung ZWAR steht für „Zwischen Arbeit und Ruhestand“. Der gemeinnützige Verein unterstützt Kommunen darin, eine Infrastruktur für selbstorganisierte Netzwerke vor Ort aufzubauen. Diese sollen die Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement älterer Menschen ermöglichen. Mittlerweile gibt es in Nordrhein-Westfalen mehr als 210 ZWAR-Netzwerke in rund 70 Kommunen, darunter auch in Köln. Die Gruppen treffen sich, um gemeinsam die Freizeit zu gestalten, Gespräche zu führen und sich persönlich bei Problemen zu unterstützen. Weitere Informationen unter: www.zwar.org.
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Neues wagen

Bild: Photographee.eu/stock.adobe.com
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Freizeit sinnvoll gestalten

Eine aktive Lebensgestaltung im Ruhestand hält Körper und Geist jung. Damit nach dem Ausstieg aus dem Beruf nicht die Langeweile droht, gibt es eine Vielzahl an Angeboten für die Freizeitgestaltung. Wer etwa noch einmal etwas Neues lernen möchte, kann sich für ein Seniorenstudium einschreiben. An der Universität zu Köln ist das gesamte Lehrangebot bis auf wenige Ausnahmen zugänglich. Zahlreiche Kurse zur Weiterbildung, zu Fremdsprachen oder zur künstlerischen sowie handwerklichen Gestaltung bieten außerdem die Volkshochschulen an. Rentner, die sich aktiv bewegen möchten, können sich einer Rad- oder Wandergruppe anschließen. Eine sinnvolle Aufgabe lässt sich außerdem im ehrenamtlichen Engagement finden. Die Tätigkeiten reichen vom Vorlesen im Altenheim über Kinderbetreuung und Hilfe im Sportverein bis hin zur Unterstützung von Organisationen. Einen Überblick zu lokalen Angeboten bietet unter anderem die Kölner Freiwilligen Agentur.

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