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Eigentümer von Wohnwagen sollten bei der Versicherung auch an vermehrt vorkommende Stürme denken Foto: Gert Lapoehn Fotogr./stock.adobe.com

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Versicherungen für Camper Diese Vorkehrungen dürfen Urlauber nicht außer Acht lassen

27.06.2020

2019 wurden nach Angaben des Caravaning Industrie Verbandes mehr Freizeitfahrzeuge neu zugelassen als jemals zuvor. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK zufolge können sich 14,2 Millionen Deutsche vorstellen, in den nächsten fünf Jahren einen Caravaning-Urlaub zu unternehmen. Interessierte sollten sich im Vorfeld genau informieren. Wohnmobile benötigen wie jedes andere Kfz eine Haftpflichtversicherung, diese übernimmt aber lediglich Unfallschäden am fremden Fahrzeug. Darüber hinaus sollten Urlauber eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abschließen.

Schutz vor dem Wetter

Mobilheime sind in Zeiten des Klimawandels mehr denn je durch extreme Wetterereignisse wie Stürme, Hagel oder Starkregen gefährdet. Fällt beispielsweise ein Baum auf das Wohnmobil, ist es danach kaum noch nutzbar. Auch durch ein Feuer kann ein solches Domizil in Windeseile zerstört werden. Mit einer Teilkasko ist der Camper wie jeder Autofahrer gegen Brandschäden abgesichert. Die Versicherung zahlt bei Kurzschluss. Wer aber einen heißen Topf vom Herd auf die Arbeitsfläche stellt oder fahrlässig anderes im Wagen verschmort, kann auf den Kosten sitzen bleiben.

Folgeschäden mit umfasst

Bissschäden durch Marder, Mäuse und andere Tiere sind ebenfalls versichert. Dabei ist aber maßgeblich, wo die Schäden im Wagen entstanden sind. Gelangen Tiere bei schlecht verschlossenen Autos in den Innenraum und nagen etwa die Matratze kaputt, ist dies nicht versichert. Wenn während der Fahrt etwas aus einem Schrank fällt und Schäden anrichtet, greift die Versicherung ebenfalls nicht. Jeder Besitzer muss sich selbst um das sichere Verstauen der Ladung kümmern. Sogenannte Folgeschäden sind optional mitversichert. Ein Beispiel: Der Camper fährt mit alten Reifen und zu wenig Luftdruck oder überfährt Gegenstände. Platzt der Reifen, beschädigt das Gummi Radkasten und Unterboden. Der Reifen wird in diesem Fall zwar nicht ersetzt, Radkasten- und Unterbodenreparaturen dagegen schon.

Vorsicht Einbrecher

Zudem sollte das Fahrzeug auf jedem Parkplatz gesichert werden, denn Camper werden gerne von Dieben und Einbrechern ins Visier genommen. Für sie sind solche Objekte schneller und leichter zu „knacken“ als andere Immobilien. Camper sollten deshalb sowohl ihre Wohnobjekte als auch deren Inhalt schützen. Der Besitzer sollte sich für sein Gefährt über mögliche Sperreinrichtungen informieren. Es gibt sie in elektronischer Form, etwa Alarmanlagen, oder in mechanischer Ausführung, darunter Lenkradkrallen. Der beste Schutz ist die Kombination aus mehreren unterschiedlichen Sperreinrichtungen. Zudem gibt es spezielle Dauercamperpolicen. Der Deckungsschutz für den Hausrat umfasst außerdem Schäden durch Einbruch und Vandalismus. (mit djd)