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Um die Bürger zu schützen, muss intern viel organisiert und koordiniert werden Bild: lev dolgachov/stock.adobe.com

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Virusgefahr im Jubiläumsjahr: Kreisverwaltung im „Sondereinsatz“ Die Arbeit des Krisenstabs während der Corona-Pandemie

26.06.2020

Landrat Jochen Hagt leitet während der Corona-Pandemie den Krisenstab des Oberbergischen Kreises. Dort sind neben den Ämtern, die Polizei sowie die Kassenärztliche Vereinigung vertreten. Der Stab koordiniert die Zusammenarbeit und tagte wochenlang, um auf die Lage vorbereitet zu sein – zeitweilig täglich, aktuell anlassbezogen. Dabei stand der Landrat im stetigen Austausch mit den Bürgermeistern, den Leitern der Kliniken und Reha-Einrichtungen.

Klinikum Oberberg

Große Herausforderungen

Die Krisensituation von März bis Juni bezeichnet Hagt als eine außerordentliche Herausforderung: „Stets vor der Lage zu sein, um die Bürger vor den Gefahren des Virus zu schützen, ist die Maßgabe. Im Fokus standen – neben der Beschaffung von Schutzmaterialien – insbesondere die Klinken, Reha- und Pflegeeinrichtungen. Auch dem Bedarf an Testkapazitäten musste man gerecht werden.“ Das Gesundheitsamt bereitete sich seit dem Auftreten der ersten Fälle in China auf ein mögliches Ausbruchsgeschehen in Deutschland vor. Der erste Coronafall im Oberbergischen wurde Anfang März bestätigt. Seitdem arbeitet das Gesundheitsamt intensiv daran, Infektionsketten aufzudecken. Mit vorsorglichen Abstrichen in den Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie bei ambulanten Diensten betreibt der Kreis Prävention. Bis Mitte Juni wurden zusätzlich über 10.700 Tests vom Kreis durchgeführt.

Bürgertelefon gibt Auskunft

Lieferengpässe für Masken, Kittel und Desinfektionsmittel stellten den Kreis vor Herausforderungen. Als erster in Nordrhein-Westfalen bot er ein Bürgertelefon an. Interessierte können sich dadurch montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr unter 02261/8838388 beraten lassen. Aktuelle Informationen gibt es unter:

www.obk.de/coronavirus