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Warum Inspektionen wichtig sind: Ob neues oder altes Auto: Um regelmäßige Kontrollen kommt keines herum. Und diese sollten tunlichst eingehalten werden

Für die turnusmäßig anstehende Wartung hat der Autofahrer die freie Werkstattwahl Foto: Minerva Studio/stock.adobe.com

„Üblicherweise wird zwischen kleiner und großer Inspektion unterschieden“, erklärt Herbert Engelmohr vom Automobilclub von Deutschland (AvD). Die kleine Inspektion beinhalte eine Grundprüfung der Betriebsstoffe Motoröl, Bremsflüssigkeit und Wasser. Unter Umständen erfolge zudem ein Ölwechsel. Daneben werde nach dem Luftfilter und den Reifen geschaut. „In der ausführlichen Variante werden zusätzlich auch Achsen, Karosserie, Motor und Getriebe überprüft“, sagt Engelmohr.

Josef Spielvogel KG
An Abnutzung orientiert

Je nach Hersteller umfassen die Checklisten für eine große Inspektion zwischen 30 und 40 Punkte. Wann ein Auto tatsächlich zum Service muss, das geben die Autohersteller vor. Generell rufen die meisten die Autos nach 30.000 Kilometern oder einem Jahr in die Werkstatt – je nachdem, was zuerst eintrifft. Jede zweite Inspektion ist dann eine große. Während sich die Serviceintervalle früher rein an der Laufleistung orientierten, richten sich die Inspektionen heute aber oft nach der tatsächlichen Abnutzung des Wagens.
Werterhalt sichern

Ist die Inspektion fällig, hat der Autofahrer erst einmal die freie Werkstattwahl. „Die Kosten werden sich bei einem kleinen Service zwischen 150 und 300 Euro bewegen und bei der großen Inspektion zwischen 450 und 800 Euro“, sagt Dietmar Clysters vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Die Preisunterschiede ergäben sich aus dem erforderlichen Umfang, den der Hersteller vorgibt. Daneben aber seien freie Werkstätten in der Regel auch etwas günstiger als die Markenwerkstätten. „Grundsätzlich sollte der Kunde am besten vorher fragen, was die Inspektion kostet und was alles gemacht werden soll“, rät Clysters.

"Wer sich nicht an die Intervalle hält, riskiert Garantieverlust"

Serviceheft pflegen

Nicht empfehlenswert ist der gänzliche Verzicht auf Inspektionen. „Wer sich nicht an die vom Hersteller vorgegeben Intervalle hält, riskiert den Verlust der Garantie“, warnt Clysters. Speziell bei Leasingfahrzeugen gebe es eine feste Kilometergrenze, die nicht überschritten werden dürfe. Daneben trägt ein gepflegtes Serviceheft auch zum Werterhalt des Autos bei. „Soll der Wagen irgendwann wieder verkauft werden, ist ein lückenloses Checkheft ein gutes Argument für einen höheren Preis.“

Eigeninitiative risikoreich

Wer Geld sparen möchte und Teile der Inspektion selbst erledigen will, sollte speziell bei den modernen Autos sehr genau hinschauen. „Do-it-yourself ist kaum noch möglich. Selbst beim Frostschutz für den Kühler werden heute teilweise ganz spezielle Kühlmittel verwendet“, sagt Clysters. Wer dabei Fehler mache, riskiere einen Motorschaden. Der ADAC geht übrigens davon aus, dass in Zukunft der Wartungs- und Reparaturbedarf eines Fahrzeugs direkt online vom Hersteller an den nächsten Vertragspartner gesendet wird. Dann meldet sich die Werkstatt gleich beim Kunden mit einem entsprechenden Terminvorschlag für den nächsten Check-up. Mit Material von dpa.
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