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Viele Menschen geraten nachts ins Grübeln und finden dann nicht in den Schlaf Bild: New Africa/stock.adobe.com

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Warum schlafe ich so schlecht? Langes Wachliegen ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet

28.10.2020

Erholsamer und ausreichender Schlaf ist für Körper und Psyche des Menschen unverzichtbar. Etwa sieben bis acht Stunden täglich sollten Erwachsene jede Nacht schlafen. Doch wenn die Gedanken kreisen und das Abschalten nicht gelingen will, ist an eine erholsame Nachtruhe nicht zu denken. Der Blick auf den Wecker und die Angst, am nächsten Tag nicht fit zu sein, verstärken zusätzlich den Stress. Jeder zweite Erwachsene leidet - zumindest gelegentlich - unter Einschlafproblemen, rund 60 Prozent wachen nachts immer wieder auf. Dabei ist ausreichender, erholsamer Schlaf eine wichtige Grundbedingung für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und emotionale Ausgeglichenheit. Dass Schlafstörungen sogar krank machen können, ist vielen bekannt. Wie es um die eigene Schlafqualität bestellt ist und wie sie sich optimieren lässt, wissen nur wenige.

Klinikum Leverkusen gGmbH - Klinik für Gefäßchirurgie

"Es ist ratsam, vor dem Zubettgehen auf schwere Mahlzeiten, Alkohol und Nikotin zu verzichten"


Eigene Gewohnheiten hinterfragen
  

Wer nachts nicht zur Ruhe kommt, fühlt sich am nächsten Morgen gerädert Bild: deagreez/stock.adobe.com
Wer nachts nicht zur Ruhe kommt, fühlt sich am nächsten Morgen gerädert Bild: deagreez/stock.adobe.com

Um endlich in die ersehnte Nachtruhe zu finden, probieren Betroffene alle möglichen Tipps und Mittelchen aus – von Entspannungstechniken und Einschlafritualen über warme Bäder, beruhigende Musik und Schäfchen zählen bis hin zu Honigmilch, Kräutertees und schließlich Schlaftabletten. Bei Schlafstörungen sollte aber zunächst zunächst ein Blick auf die Schlafhygiene geworfen werden. Hier gilt es, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen. Guter Schlaf fängt schon am Tag an: Nach Möglichkeit sollte Stress reduziert und abgebaut werden. Dabei kann regelmäßiger Ausgleichssport helfen. Bewegung ist genauso wichtig wie eine gesunde Ernährung. So ist es etwa ratsam, vor dem Zubettgehen auf schwere Mahlzeiten und Alkohol zu verzichten. Ruhe und ein frisch gelüftetes Schlafzimmer mit einer Temperatur von 16 bis 18 Grad Celsius schaffen bessere Voraussetzungen für einen guten Schlaf.

Die richtige Matratze

Wer trotzdem nicht zur Ruhe findet, sollte sich in einem Fachgeschäft für Betten beraten lassen. Oftmals ist die Ursache für schlechten Schlaf schlicht und einfach eine falsche, unpassende, zu alte oder durchgelegene Matratze. Körperliche Unterschiede bei Schulter-, Taillen- und Beckenbreite, beim Körpergewicht oder auch bezüglich der Schlafposition bestimmen maßgebend die individuellen Anforderungen an die Schlafstätte. Die sind etwa bei einem großen schweren Mann komplett anders als bei einer kleinen leichten Frau. Ein ergonomisches Bett, das sich an die eigene Schlafposition und Körperform anpasst, kann Wunder wirken. Die Sensibilität für die Notwendigkeit einer individuell angepassten Bettenlösung steigt zudem mit dem Alter. Zunehmende Rückenbeschwerden führen dazu, dass sich die Ansprüche an die Matratze massiv ändern. (Mit Material von djd)