Ein neuer Frontmann
Zum 50. Geburtstag geben sich die Höhner aber auch zukunftsweisend und präsentieren in Patrick Lück einen neuen Sänger. Damit wird eine alte Höhner-Tradition fortgesetzt. Denn auch Henning Krautmacher hatte mit Peter Horn einen Vorgänger, der ihn eingearbeitet hat, bevor dieser die Band Ende der 1980er-Jahre verließ. Und nun ist es an Frontmann Henning Krautmacher seinerseits noch bis Ende des Jahres seinen Nachfolger Patrick Lück auf die Welt der Höhner vorzubereiten. „Es war nicht einfach, einen Nachfolger zu finden“, erinnerte sich Henning Krautmacher bei der Vorstellung des „Neuen“: „Letztlich hat es durch Kölsche Klüngel funktioniert. Patrick wurde uns von Ur-Hohn Peter Werner empfohlen. Im Grunde ist es ähnlich gelaufen wie vor 36 Jahren bei mir. So wie ich damals Seite an Seite mit meinem Vorgänger stand, werden wir das jetzt auch handhaben.“
Eine lange Geschichte
Eine besondere Würdigung erfährt die Band derzeit auch durch eine vom Kölnischen Stadtmuseum zusammengestellte Sonderausstellung, die noch bis 12. Februar 2023 im Maritim Hotel zu sehen sein wird. „Diese Band gehört zu Köln wie der Karneval, das Kölsch und der Dom“, betonte Silvia Rückert, die stellvertretende Leiterin des Kölnischen Stadtmuseums. „Mit dieser Ausstellung würdigen wir die vielen schönen Momente, die die Höhner den Menschen unserer Stadt geschenkt haben.“ Die Jubiläumsausstellung im Maritim Hotel Köln nimmt Interessierte mit auf eine außergewöhnliche Zeitreise – mit einzigartigen Exponaten aus dem Privatbesitz der Bandmitglieder und deren persönlichen Erinnerungen. Ein besonderes Special für alle Höhner-Fans: Anlässlich der Jubiläumsschau haben die Höhner im Maritim Hotel Köln das „HÖHNER-Soundstudio“ eingerichtet. Dort kann jeder unter fachlicher Anleitung und mit professionellen Mitteln sein Höhner-Lieblingslied aufnehmen.
Konzerte, CDs und ein Buch
Doch die Höhner feiern ihr „Fünfziger Jubiläum“ in diesem Jahr nicht nur mit zahlreichen Konzerten. Sie haben jüngst neben dem Buch „HÖHNER #50 – wo mir sin, es Kölle!“, auch zwei unterschiedliche CD-Boxen mit ihren Hits auf den Markt gebracht. So stehen die 3er-Box „50 Jahre – 50 Hits“ und die 6er-Box „50 Jahre“ zur Auswahl. Darin sind die wichtigsten Lieder von ihren Anfängen im Jahr 1972 als „Ne Höhnerhoff“ bis heute verewigt. Die 6er-Box „50 Jahre“ enthält neben den drei CDs von „50 Jahre – 50 Hits“ zusätzlich die CD „Liebeslieder - För et Hätz“, die HÖHNER Classic-CD „Best of 30 Jahre Höhner Classic“ sowie eine Karaoke-CD mit den größten Hits. Doch die Fans können gewiss sein: „Die Karawane zieht weiter.“
"Diese Band gehört zu Köln wie der Karneval, das Kölsch und der Dom"
Der Beginn
Im Jahr 1972 gründeten Peter Werner, Walter Pelzer, Rolf Lessenich und Janus Fröhlich die Band „Ne Höhnerhoff“, die in den ersten Jahren sogar noch in Hühnerkostümen auftrat. Der größte Hit in dieser Zeit war „Scheiß ejal, ob do Hohn bess oder Hahn“. Im Jahr 1975 benannte sich die Band in „De Höhner“ um.
Kurioses
Die drei Tunnelbohrmaschinen „Tosca“, „Rosa“ und „Carmen“, die beim Bau der Kölner Nord-Süd-Stadtbahn eingesetzt wurden, sind nach dem Lied „Dicke Mädchen haben schöne Namen“ der Höhner benannt.
Auszeichnungen
Den Höhnern wurde im Jahr 1999 die Willi-Ostermann-Medaille verliehen. Dies ist die höchste offizielle Auszeichnung im Umfeld des Kölner Karnevals. Im Jahr 2010 erhielt die Kölner Kultband, die meist im kölschen Dialekt singt, den Lehrer-Welsch-Sprachpreis. Im November 2011 wurde Janus Fröhlich zum Botschafter der UN-Dekade Biologische Vielfalt ernannt. Schließlich wurden die Höhner im Jahr 2017 mit dem Rheinlandtaler des Landschaftsverband Rheinland für ihr kulturelles und gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.