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Die Zukunft kommt in riesigen Schritten. Wer sein Bad vom SHK-Fachbetrieb sanieren lässt, sollte deswegen immer auch die Technologie von morgen im Blick haben. Bild: zhudifeng@123rf

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Experten sind für altersgerechte Bad-Planung unverzichtbar Zuschüsse für den Umbau gibt es vom Staat und den Krankenkassen

25.07.2022

Irgendwann ist es soweit: Die Kräfte schwinden, Bewegungen werden schwieriger, früher selbstverständliche Tätigkeiten sind ohne Hilfe kaum noch möglich. Körperliche Einschränkungen sind Teil des Alterungsprozesses – und deswegen unvermeidbar. Dennoch scheuen sich viel, für diese Zeit Vorkehrungen zu treffen. Eigenheimbesitzer haben es heute in der Hand, wie lange sie morgen zu Hause versorgt werden können. Um bei stärkeren körperlichen Einschränkungen weiter im gewohnten Umfeld bleiben zu können, wird oft ein sogenanntes Pflegebad benötigt, das konsequent barrierefrei ist und das Pflegepersonal bei.

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Heute an die Zukunft denken

Wer mit 35 Jahren ein Haus baut, denkt in der Regel nicht an das Leben als 70-Jähriger – sollte es aber. Spielt der Begriff „Pflegebad“ bereits in der Planungsphase eine Rolle, wissen die Profis aus dem Sanitär-Fachhandwerk, worauf zu achten ist. Natürlich möchte nicht jeder in jungen Jahren stabile Haltegriffe neben die Toilette montieren lassen. Aber es ist eine gute Idee, die Wand an diesen Stellen so zu verstärken, dass sich die Griffe einfach nachrüsten lassen. Ganz wichtig ist auch ausreichend Platz. Dusche, Waschbecken und WC sollten mit einem Rollstuhl erreichbar sein. Darüber hinaus gibt es Dutzende von Details, auf die es ankommt; den Rahmen liefert die DIN 18040-2. Ein Experte ist bei der Planung unverzichtbar.

Smart vernetzt

Da das Durchschnittsalter der Bäder in Deutschland bei circa 20 Jahren liegt, lohnt sich zudem der Blick in die Zukunft. Stichwort „Smarthome“ – was heute möglich ist, schien vor wenigen Jahren noch Science-Fiction zu sein. Und da die Entwicklung smarter Technologien in Riesenschritten vorangeht, wird die intelligente Vernetzung im Badezimmer künftig zum Standard. Für Senioren bedeutet das mehr Komfort und Sicherheit. Denn bereits heute gibt es Sprachassistenten, die im Notfall Hilfe holen. Messgeräte können ihre Werte an den Pflegedienst oder an Angehörige senden, und der Badezimmerspiegel erinnert an die Einnahme von Tabletten. Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima: „Das smarte Bad ist längst keine Spielerei mehr, sondern wird Bestandteil eines vernetzten Wohnumfelds, das mit durchdachten Assistenzanwendungen den Alltag einfacher und sicherer macht.“ Deswegen empfiehlt es sich, bei einer Badsanierung die Experten aus dem Fachbetrieb vor Ort auf das Thema Smarthome anzusprechen. Denn selbst wenn die technischen Möglichkeiten heute noch nicht umgesetzt werden, sollte das Badezimmer auf die Entwicklungen von morgen vorbereitet sein.


"Intelligente Vernetzung bedeutet mehr Komfort und Sicherheit"


Fachgerechte Beratung

Deswegen raten Fachleute dazu, das Badezimmer bei Neubauten entsprechend für die Zukunft vorzubereiten. Das beginnt beim rutschfesten Boden, geht über den Einbau von Leerrohren, um Datenleitungen einfach verlegen zu können, und endet lange nicht bei der gut geplanten Stromversorgung. Denn schon ein Hygiene-WC mit Duschfunktion benötigt Strom. Wenn die dafür notwendigen Leitungen nicht vorhanden sind, wird das später aufwendig und teuer. Um künftige Technologien möglichst einfach integrieren zu können, sind fachgerechte Planung und kompetente Beratung unverzichtbar. An den Kosten für ein altersgerechtes Bad beteiligt sich der Staat durch Finanzhilfen. Im akuten Bedarfsfall gibt es unter Umständen auch Zuschüsse der Krankenkassen. (mit ZVSHK)