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Spezialeinsatzkräfte stehen auf dem Bordstein vor einer Siegburger Schule.

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Jobs im Handwerk sind krisensicher und unverzichtbar, wenn es darum geht, die Energiewende zu bewältigen.
Der Schlüssel zur Energiewende
Jobs im Handwerk sind krisensicher und unverzichtbar, wenn es darum geht, die Energiewende zu bewältigen.
Jobs im Handwerk sind krisensicher und unverzichtbar, wenn es darum geht, die Energiewende zu bewältigen.
In Zukunft braucht es noch mehr Menschen, die im Handwerk die Energiewende umsetzen wollen. Bild: auremar - stock.adobe.com

Das Handwerk ist der Schlüssel zur Energiewende. In den nächsten Jahren müssen riesige Mengen an Solarmodulen installiert, Windräder aufgestellt, Gebäude gedämmt und Heizungen ausgetauscht werden. Für den Ersatz von Benzin- und Dieselautos durch Elektrofahrzeuge ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur erforderlich. „Das alles ist eine Herkulesaufgabe. Wir brauchen noch mehr Menschen, die im Handwerk die Energiewende umsetzen wollen“, erklärte jüngst der renommierte Klimaschutzforscher Volker Quaschning.Gerade in der Pandemie hat sich zudem gezeigt, wie krisensicher Jobs im Handwerk sind. „Alles, was mit Energie und Umwelt zu tun hat, brauchen wir und wird von den Unternehmen stark nachgefragt“, sagt Roberto Lepore von der HWK in Köln. „Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zum Beispiel oder Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik.“ Alles altbekannte Handwerksberufe der Baubranche, doch der Anteil an Tätigkeiten, die energiebezogen sind, ist hoch. Und auch hier kommen immer mehr Berührungspunkte zu erneuerbaren Energien hinzu. Der Dachdecker, der Solarpanels legt, Heiztechnik, die aus Wind- oder Sonnenenergie betrieben wird, oder der Elektroniker, der dafür sorgt, dass die selbst gewonnene Energie aus Photovoltaik-Strom ins Netz der Energiebetriebe gespeist wird. Alle haben in den letzten Jahrzehnten neue Tätigkeiten dazubekommen. Ausbildungsverordnungen der Kammern wurden angepasst und Berufe umbenannt oder neu erfunden. „Auch Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker sind immer mehr gefragt, was viele gar nicht auf dem Schirm haben“, so Lepore. Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker installieren Rollläden, Jalousien, Markisen, Rolltore und -gitter je nach baulichen Gegebenheiten und Kundenwünschen.

Hinzu kämen Fachkräfte für Hochvolt im Kfz-Bereich. Lepore: „Ab 2035 sollen keine Verbrenner mehr zugelassen werden. Passend dazu bedarf es nun zahlreicher neuer Fachkräfte, die sich durch eine Hochvolt-Schulung im KFZ-Bereich weiterbilden.“

E-Mobilität gewinnt immer mehr an Bedeutung. Jeder, der an HV-Fahrzeugen (E- oder Hybridfahrzeuge) arbeitet, ob im Service oder als Automobilzulieferer, muss seine Befähigung über ein Zertifikat als Elektrofachkraft für Hochvoltsysteme vorweisen können. Dadurch ergibt sich für Unternehmen die Verantwortung, Mitarbeiter so weiterzubilden, dass sie in der Lage sind, anfallende elektrotechnische Arbeiten zu beurteilen und durchzuführen. Zudem sollen sie in der Lage sein, mögliche Gefährdungen zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.

Voraussetzung für die Teilnahme sind elektrotechnische Grundkenntnisse z.B. aus dem Kfz-Bereich. Im Grunde kann aber jeder Mitarbeiter an den Weiterbildungen der E-Mobilität teilnehmen.

Future Skills – Die Fähigkeiten von morgen

Wir leben in einer Zeit, in der althergebrachte Konventionen zerbröckeln und die Zukunft ungewisser als jemals zuvor ist. Gleichzeitig haben wir die Möglichkeit, den Herausforderungen von morgen – seien es die Langzeitfolgen der Corona-Krise, die digitale Transformation oder der Klimawandel – mit den richtigen Skills kreativ zu begegnen. Sich mit sogenannten „Future Skills“ zu beschäftigen, ist mittlerweile eine Notwendigkeit, der sich Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen stellen müssen. Die Beschäftigten von morgen werden nämlich mehr brauchen als fachliche Fähigkeiten, Innovationskompetenz und Soft Skills. Denn die neue Normalität wird eine zunehmend automatisierte und digitalisierte Welt sein, in der die Menschen ihre Eigenständigkeit verteidigen und ihren Arbeitsalltag mit Sinnhaftigkeit füllen müssen. Daher gilt es bereits jetzt für Wirtschaft und Gesellschaft, sich auf relevante Future Skills zu einigen und deren flächendeckende Vermittlung voranzutreiben. Ungeachtet von begrifflichen oder kategorischen Uneinigkeiten gibt es jedoch einen inhaltlichen Konsens in Bezug auf die nachhaltige Relevanz folgender Skills: Eigeninitiative, Flexibilität, Innovationsfähigkeit, Kommunikationsstärke, Lernfähigkeit, Problemlösekompetenz, Resilienz, Selbstbestimmtheit, Selbstwirksamkeit und Technologiekompetenz.

Future Skills – Fortschritt denken

BIBB-Kongress am 27./28. Oktober 2022 in Bonn – Online-Anmeldung ab sofort möglich – Frühbucherpreis bis 19. September

Die duale Berufsausbildung leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Sie hat aber in den vergangenen Jahren unbestreitbar an Attraktivität eingebüßt, was sich unter anderem in einem deutlichen Rückgang der Ausbildungsvertragszahlen manifestiert. Die Coronapandemie hat diesen Trend noch einmal verstärkt. Zugleich werden zur Bewältigung der anstehenden enormen Herausforderungen – Digitalisierung, Energiewende, Klimawandel und Nachhaltigkeit – gut qualifizierte Fachkräfte in ausreichender Zahl benötigt. Denn ohne sie ist das Erreichen der großen Ziele nicht möglich. Vor diesem Hintergrund will der 9. Berufsbildungskongress des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) eine aktuelle Standortbestimmung vornehmen, Lösungsansätze diskutieren und Perspektiven für die Zukunft aufzeigen. Der BIBB-Kongress findet statt am 27. und 28. Oktober 2022 im World Conference Center Bonn (WCCB) und hat das Motto „Future Skills – Fortschritt denken“.

Weitere Informationen zum Kongress im Internetangebot des BIBB unter: www.bibb.de/kongress2022